Ein "Externer" für's Rathaus

Konrad soll auf Kammel folgen

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Die CSU-Ortsverbände der Marktgemeinde Altusried möchten Joachim Konrad aus Wertach auf dem Chefsessel ihres Rathauses sehen. V.l.n.r.: Gerhard Mösle, Petra Zarbock, Ralf Guggenmos, Joachim Konrad, Frank Dorn, Stefan Hörmann und Klaus Hackler.

Altusried – Am 16. März 2014 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Jetzt haben die CSU-Ortsvorsitzenden aus Altusried, Frauenzell-Muthmannshofen, Kimratshofen und Krugzell ihren favorisierten Bürgermeisterkandidaten bekannt gegeben:

Joachim Konrad, Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Oberallgäu und 3. Bürgermeister in Wertach will ins Rennen um die Nachfolge des seit 1996 regierenden Heribert Kammel (FW) gehen.

Die CSU-Ortsverbände der Marktgemeinde stehen geschlossen hinter ihrem Wunschkandidaten, der sich am vergangenen Montag im Gasthof „Sonne“ persönlich vorstellte. Der 35-jährige Joachim Konrad ist gelernter Bankkaufmann und Diplom- Verwaltungswissenschaftler und lebt in Wertach, wo er seit 2002 im Gemeinderat sitzt. Seit 2008 bekleidet er dort das Amt des 3. Bürgermeisters, ein Jahr später wurde er Kreisvorsitzender der CSU-Kreisverbandes Oberallgäu.

Ein „Externer“ im Chefsessel des Altusrieder Rathauses? Für die CSU-Ortsverbände wäre genau das die Lösung vieler Probleme. „Wir brauchen einen Kandidaten von Außerhalb“, ist Stefan Hörmann vom Ortsverband Kimratshofen überzeugt. „In der Gemeinde gibt es viele tiefe Gräben, die geschlossen werden müssen. Joachim Konrad hat als Kreisvorsitzender bewiesen, dass er bei Streitereien den Haufen wieder zusammenführen kann.“ Als Kandidat von außen könne er, gerade im Hinblick auf die teils harten Auseinandersetzungen der letzten Jahre, integrierend wirken. „Mit ihm wäre ein echter Neuanfang in unserer Gemeinde möglich.“ Petra Zarbock (Krugzell) streicht Konrads berufliche Qualifikationen heraus: „Er kennt sich mit Finanzen aus und hat Verwaltung studiert.“ Damit sei er geradezu prädestiniert für das Bürgermeisteramt. Zudem besitze er große Menschlichkeit und werde stets den Menschen in den Mittelpunkt seines Tuns stellen.

Gerhard Mösle, Stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes Altusried betonte, Konrad sei ein erfahrener Kommunalpolitiker, der etwas bewegen möchte. „Wir brauchen hier einen Macher mit Leidenschaft und Engagement!“ Ralf Guggenmos (Altusried) bescheinigte dem Kandidaten, er sei ein Sympathieträger, der „nah an der Jugend“ sei. „Er wird unsere Marktgemeinde in eine gute Zukunft führen. Der hat´s drauf“. „Er ist einer von uns“, schloss Frank Dorn (Kimratshofen), „ein Allgäuer durch und durch“.

Leidenschaft für Politik

Joachim Konrad selbst sagte, für ihn sei Altusried ein bisschen wie heimkommen. Schließlich ist seine Mutter in Altusried, „in der Riedmühle“, geboren worden. Als einen der Hauptgründe für seine Kandidatur führte er seine Leidenschaft für die Kommunalpolitik an. „Gerne würde ich diese Leidenschaft zu meinem Beruf machen.“ In den nächsten Monaten will er nun erst einmal mit den Bürgern ins Gespräch kommen, „hören, wo der Schuh drückt“ und daraus gemeinsam mit den Menschen des Ortes sein Wahlprogramm entwickeln. Eines der zentralen Themen, die gelöst werden müssen, sei die Innerortsentwicklung. „Hier ist es an der Zeit, Gräben zu schließen. Alle, die sich an dem Prozess beteiligen möchten, werden mit offenen Armen empfangen“, so seine Zusicherung. Dabei setze er auf „absolute Transparenz“ bei der Finanzierung und der Entscheidungsfindung.

Wichtig seien ihm außerdem die Gleichberechtigung der Ortsteile, bezahlbarer Wohnraum und gute Rahmenbedingungen (wie zum Beispiel eine funktionierende Kinderkrippe) für junge Familien, sowie die Konsolidierung des Haushaltes. Besonders freue er sich auf die Begegnungen mit den Vorstandschaften der verschiedenen Landjugendgruppen.

Im Falle seiner Wahl will Konrad „definitiv“ mit seiner Frau Vroni nach Altusried ziehen. Diese stamme aus Leutkirch und würde sich freuen, näher an der alten Heimat zu sein. Nun hoffe er erst einmal, bei der Nominierungsversammlung am 8. Oktober das Vertrauen seiner Parteifreunde zu bekommen. Danach wolle er einen sachlichen und fairen Wahlkampf führen. Die Freien Wähler wollen Markus Romer als Gegenkandidaten ins Rennen schicken.

Sabine Stodal

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