Ein Vorzeigeprojekt der Sonderklasse

Die erste Formation der Schüler bei der Probe am Vormittag der Aufführung. Fotos: Schubert

Da ist der Werkrealschule Isny ein ganz großer Wurf gelungen: Die Aufführung des Musicals „Street light“ war ein voller Erfolg. Anita Heumos, Lehrerin an der Werkrealschule und Initiatorin der Veranstaltung in Isny, kann man dazu nur beglückwünschen und allen Lehrkräften, dem Schulleiter Wolfgang Grimm sowie den angereisten Teams rund um die Band „Genrosso“ Dank sagen für diese fabelhafte Inszenierung eines Musicals zusammen mit allen Schülern der Isnyer Werkrealschule.

Die Vorbereitungen dieses großen Projektes laufen schon seit mehr als einem halben Jahr und nach einem ersten tiefen Luftholen bei der Größe der vorgenommenen Veranstaltung waren alle hellauf begeistert. Fördermittel wurden abgerufen, Sponsoren gesucht und gefunden und alles soweit wie überhaupt möglich durchgeplant. Es gibt bei diesem Projekt einfach keine unwichtige Stelle und das haben auch die Schüler voll verstanden. Jeder machte mit. Da waren in den drei Tagen der Einstudierung nicht nur die Akteure auf der Bühne gefragt. Bühnenbild, Aufbau der riesigen Bühne in der Rotmooshalle, Vorbereitung der Sitzgelegenheiten aus Packkartons (äußerst haltbar!) und alles was mit Werbung, Marketing, Dokumentation, Security und Service zu tun hatte erforderte ebenfalls einen großen Einsatz an Findigkeit, Kreativität und Durchhaltevermögen. Auch die Stadt Isny sah sich in der Pflicht und tat das Mögliche, damit das Projekt ohne Ecken und Kanten über die Showbühne lief. Am Tage vor der Premiere waren die Akteure ins Rathaus eingeladen und bei diesem Empfang war ihnen der Dank der Stadt ausgesprochen worden. Alle ziehen an einem Strang Was denn nun wichtiger war ist einfach bei einem so ausgefeilten und kompakten Projekt nicht zu benennen. Alles eigentlich. Bei den Proben wuchsen die Schüler mehr und mehr über sich hinaus, folgten den Anweisungen des künstlerischen Leiters und den professionellen Akteuren fast blind, bewegten sich wie eine monatelang trainierte Formation und zeigten sich und anderen: Wir sind mehr – Wir sind dabei!“ So kann Schule auch sein, aber nur wenn, wie diesmal, alle an einem Strang ziehen. Die Aufführungen waren ebenfalls begeisternd. Die Mischung von Professionellen und Schülern erreichten dabei einen Höhepunkt der kaum noch zu überbieten ist. Die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt. Dass die Hauptdarsteller ihre Songs und Texte auf Englisch vortrugen, wurde durch die mitlaufenden deutschen Texte ausgeglichen. Kein Fehler war es, sich mit der Handlung vorher etwas vertraut zu machen, denn dann konnte man sich auf die Musik und die Handlungsabläufe besser einstellen. Das werden weder Schüler noch Lehrer vergessen, was in diesen Tagen in der Schule und in der Rotmooshalle ablief. Genau das ist ja der Sinn dieser Aktion die nicht umsonst bis hin zur EU, Sozialorganisationen und den Kirchen mit getragen wird. Isny kann stolz darauf sein, Austragungsort des Projektes gewesen zu sein. Damit befinden sich die Schüler und Lehrer „in Augenhöhe“ mit anderen Institutionen, die bei ähnlichen Veranstaltungen auch auf den Weg der „Starkmacher Schule“ geführt werden sollen.

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