Runder Geburtstag

Ein "Werk von vielen" feiert Geburtstag

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Wärmestuben-Leiterin Viola Heß (links) und OB Dr. Ulrich Netzer (Mitte) im Gespräch mit Besuchern.

Kempten – Ihr 20-jähriges Bestehen feierte am Wochenende die Wärmestube des Roten Kreuz in der Haubenschloßstraße. Bereits vor den Feierlichkeit versammelten sich viele Besucher vor der Einrichtung. Auch einige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft würdigten durch ihren Besuch die Bedeutung dieser Einrichtung.

In ihrem Grußwort bedankte sich Heidi Lück, Vorsitzende des Bayerischen Roten Kreuz im Oberallgäu, bei allen, die diesen wichtigen Ort der Begegnung unterstützen. „Die Wärmestube – ein Werk von vielen“. So bezeichnete Viola Heß, Leiterin der Wärmestube, die Begegnungsstätte in der Haubenschloßstraße. Drei Säulen bilden dabei das Fundament für diese wertvolle Arbeit, so Heß: Die erste Säule sei die Stadt Kempten, die die Einrichtung finanziere. Die zweite Säule seien Spenden von Bürgern, Firmen und Institutionen, die es möglich machten, dass hochwertige Lebensmittel angeboten werden könnten. In diesem Jahr konnte mit diesen Geldern die Küchenausstattung um einen sechs-flammigen Herd und um eine Kippradpfanne erweitert werden, berichtete Heß.
Wichtiges Engagement
Die dritte Säule sei das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wärmestube. Ohne dieses Ehrenamt wäre eine Betreuung in dieser Form nicht möglich, betonte sie.
Dank von OB Netzer
Armut habe viele Gesichter, erläuterte die Leiterin der Kemptener Wärmestube außerdem. „Menschen ohne Familie, ohne Arbeit und ohne Essen finden hier für ein paar Stunden Wärme, menschliche Nähe und ein preiswertes Frühstück und Mittagessen”, so Heß. „Wir können die Welt nicht verändern, wir können sie aber positiver werden lassen.” Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) würdigte die hier geleistete Arbeit: „Früher war die Wärmestube ein beheizbarer Raum in Klöstern. Heute ist sie ein Ort für Menschen in schwierigen Situationen, ein Ort der Geborgenheit und Wärme, der Stärkung und eine echte Einrichtung der Nächstenliebe”, sagte er. „Wir können dankbar sein“. Das Bayerische Rote Kreuz im Oberallgäu beschrieb OB Netzer als idealen Partner für die Betreuung dieses Treffpunktes in der Haubenschloßstraße. Sein besonderer Dank galt vor allem auch Viola Heß als Leiterin und Walter Morasch, dem Mitbegründer der Wärmestube vor 20 Jahren. Christine Lang

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