ÖDP-Bundestagskandidat stellt sich in Isny vor

Klare Vorstellungen

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Der Bundestagskandidat des ÖDP-Kreisverbandes Württembergisches Allgäu, Thomas Bergmann.

Isny – Auch kleinere Parteien haben ihre Daseinsberechtigung im Reigen der demokratischen Kräfte der Bundes- republik Deutschland. Deshalb ist Thomas Bergmann, Kandidat der ÖDP für die Bundestagswahl, jetzt nach Isny gekommen, um sich und seine Partei vorzustellen.

Die Ökologisch-Demokratische Partei hat sich im Jahre 1982 von der CDU abgespalten, weil nach Meinung ihrer Mitglieder die CDU die ökologischen Ziele nicht genügend vertrat. So ist eine Gruppierung entstanden, die deutlich konservative Werte in der Familienpolitik und in den christlichen Ansichten vertritt und diese mit „grünen“ Vorstellungen verknüpft. Thomas Bergmann ist ein typischer Vertreter dieser Richtung. 

Geboren 1966 in Titisee, Abitur, zwei Jahre Bundeswehr, christlich geprägt durch sein Elternhaus, Ministrant, Jugendarbeit und heute als Gymnasiallehrer für Sport und Englisch am Gymnasium in Bad Waldsee. Mitglied der ÖDP ist er seit 2006. Heute fungiert er als Schriftführer im Kreisvorstand und ist Beisitzer im Landesvorstand. Zu den Grünen fühlte er sich, wie er sagte, nicht hingezogen, weil mit der Einstellung zu Abtreibung und Familienpolitik nicht seine Vorstellungen vertreten wurden. Nach Isny in den Gasthof Engel war er nicht alleine gekommen. Ebenfalls Mitglied der ÖDP ist Dr. Wolfgang Dieing, der in Isny zu einer recht dominanten Person geworden ist und für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt. Außerdem waren Dr. Martina Häring, Delegierte auf den Bundesparteitagen, und Günther Heyer, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes Württembergisches Allgäu, mit angereist. In seinen Aussagen hat Thomas Bergmann klare Ziele und Vorstellungen formuliert. Das im Flyer der ÖDP aufgeführte Zitat von Mahatma Gandhi scheint ihm direkt auf den Leib geschneidert zu sein: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ 

Das erläuterte er auch und vieles von dem, was heute in Politik und Wirtschaft geschieht, scheint ihm nicht von Verstand, sondern von Gier geprägt zu sein. Die anderen Ziele der ÖDP sind ihm ebenfalls in Fleisch und Blut übergegangen. Nachhaltige Umwelt- politik, öko-soziale Marktwirtschaft, Familienpolitik, mehr direkte Politik und ein akzep- tables Schulsystem. In der Diskussion nach seiner Vorstellung kam auch noch zum Tragen, was er und die anderen Parteimitglieder als Nahziel ausgemacht haben. Als nächstes, so Dr. Martina Häring, sollte die Ein-Prozent-Hürde bewältigt werden. Dann kommt die ÖDP endlich aus der Finanzmisere etwas heraus. Bei mehr als einem Prozent der bundesweiten Wählerstimmen wird vom Staat ein Anteil der Kosten ersetzt. Noch ist die Partei ganz auf Beiträge und Spenden angewiesen. Allgemein vertreten wird auch die Ansicht: „Verlorene Stimmen bei Wahlen gibt es nicht.“ Wer auch kleinere Gruppierungen wählt, sorgt für ein besseres politisches Klima und macht deutlich welche Meinung er vertritt. Eine Bemerkung wurde während der Diskussion abschließend noch in den Raum gestellt: „Das Kreuz, das man bei der Wahl macht muss man vier Jahre tragen.“

Manfred Schubert

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