Zukunftsprogramm präsentiert

Meinung des Bürgers ist wichtig

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Landrats-Kandidat Dr. Philipp Prestel (links) und Bürgermeister-Kandidat Werner Endres beim Wahlkampfauftakt in Dietmannsried.

Dietmannsried – „Welche Ausbildung braucht ein Bürgermeister?” Diese Frage stellte Bürgermeisterkandidat Werner Endres von den Freien Wählern (FW) jüngst den Besuchern der ersten öffentlichen Wahlversammlung im vollbesetzten Saal des Gasthofes Ochsen.

In einer knapp einstündigen Präsentation erläuterte er sein „Zukunftsprogramm Dietmannsried“ sowie seine Standpunkte über die Art der Politik. Ebenso stellten sich die Gemeinderats- und Kreistagskandidaten der FW-Liste vor.

Bevor Werner Endres auf die Projektschwerpunkte einging, erläuterte er vor rund 160 Besuchern, dass das „Wie“ der Politik eine entscheidende Rolle spielt. „Bereits als Gemeinderat habe ich immer versucht, die Meinung des Bürgers in die Entscheidungsgrundlage mit einzubinden“, so Endres, der zahlreiche Beispiele für ein zukünftiges Miteinander von Bürgern, Interessensverbänden, Vereinen und Bürgermeister aufzählte. Als Verfechter des Ehrenamtes und aller ehrenamtlich Tätigen möchte er diese weiter stärken und kündigte in diesem Zusammenhang ein erweitertes Konzept der Jugendförderung, aber auch der Be- teiligung aller Interessensvertretungen wie Senioren, Jugend, Sport und Hilfsorganisatio- nen am politischen Leben an.

Um für den Ort und die Ortsteile bezahlbaren Wohnraum anzubieten, möchte er dem neuen Gemeinderat ein „Einheimischen Modell“ vorschlagen und die Möglichkeit und den Bedarf des Geschosswohnungsbaues überprüfen. Dass die Ortskerne von Dietmannsried und den Ortsteilen einer Weiterentwicklung bedürfen, steht für Endres außer Frage. Hier möchte er jedoch auch die Themen Nahversorgung, Barrierefreiheit und neue Wohnformen für Jung und Alt einfließen lassen.

Arbeitsplätze erhalten

Gleichfalls gilt es den Verkehr zu ordnen und entsprechende Mittel für Straßensanierungen bereit zu stellen. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde möchte Endres seine beruflichen Erfahrungen mit einbringen und ein verlässlicher Ansprechpartner bei Neuansiedlungen, aber auch für das bestehende Gewerbe sein. Die Notwendigkeit, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten und zu schaffen, bedeutet auch Attraktivität für den Ort, wobei gleichwohl die Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes Berücksichtigung finden müssen.

Bei der Breitbandversorgung müssen die Grenzen des Förderprogrammes ausgenutzt werden, um möglichst flächendeckend die Versorgung zu erreichen.

Viele Projekte stehen natürlich im Vorbehalt der Finanzen. Endres erläuterte, dass er sich in den vergangenen Jahren intensiv um eine vorausschauende Finanzplanung als Gemeinderat bemüht habe, jedoch bisher eine „diskutierbare Vorlage“ nie den Gemeinderat erreicht habe. Dies gilt es seiner Meinung nach zu ändern, „damit wir wissen, wo wir finanziell stehen“. Zum Abschluss stellte Endres sein „Sofortprogramm“ für das Jahr 2014 vor – unter anderem auch die abschließende Planungsvorbereitung für die Radwege nach Überbach und Heising sowie für die Baugebiete und Sportanlagen.

Landratskandidat Dr. Philipp Prestel machte zu Beginn seiner Vorstellungsrede deutlich, dass Werner Endres „alles mitbringt, was ein Bürgermeister für Dietmannsried braucht“. Im Rahmen seiner Vorstellung ging Prestel auf die Themen Jugend, Familie und Senioren und auf die Zukunftsregion Allgäu ein. Die weitreichenden Themen im Landkreis gerade im sozialen Bereich stellen eine Herausforderung dar, der er sich eigenen Aussagen zufolge gerne mit seiner Fachkompetenz stellen möchte. Außerdem erwähnte Prestel, dass nachhaltige Finanzierungstrukturen für den Landkreis erforderlich sind.

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