"Allgäuer Waldwichtel" ziehen um

Platz für Kinder nun zentraler

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Bei der Vertragsunterzeichnung mit einigen helfenden „Waldwichteln“: (v.l.) Franz Huber vom Träger h&b learning, Bürgermeister Toni Barth, Kindergartenleiter Alfred Heller und Forstbetriebsleiter Karl Kleiter.

Buchenberg – Ungewohnt durchbrechen Kinderstimmen und Gelächter die Stille in dem kleinen Waldstück an der Eschacher Straße im Oberallgäuer Buchenberg. Dort ist es dieser Tage lebendig geworden, überall wuseln Kinder beschäftigt umher.

Denn der Waldkindergarten „Allgäuer Waldwichtel“ hat dort sein neues Areal bezogen. Der Vertreter des Trägers „h&b learning“ Franz Huber und Forstbetriebsleiter Karl Kleiter von den Bayerischen Staatsforsten, zu denen der Wald gehört, haben ihre Zusammenarbeit offiziell vertraglich besiegelt.

Dass an dem Platz ein Waldweg vorbeiführt und der Allgäuer „Wasserschmecker-Wanderweg“ in der Nähe verläuft, kommt Waldkindergartenleiter Alfred Heller gelegen: „Wir wollen für die Öffentlichkeit sichtbar sein.“ Durch die bisherige, abgelegene Lage in Bischlags sei das schwer möglich gewesen. Zudem gebe es im Sommer die Gelegenheit, das Moorbad oder andere Buchenberger Einrichtungen zu nutzen. Besonders vorteilhaft sei nun, dass die Krippengruppe, die „Waldraupen“, gleich nebenan ihr Quartier in Form eines Bauwagens beziehen konnten. „So wachsen die Kleinen regelrecht in den Waldkindergarten hinein. Das läuft Hand in Hand“, bestätigt Huber. „Positiv“ sieht den neuen Standort auch Buchenbergs Bürgermeister Toni Barth. Der Kindergarten sei bei den Eingesessenen zwar bekannt gewesen, doch „jetzt wird er noch besser wahrgenommen.“

Als einen weiteren Grund für den Umzug nannte Huber neben der besseren Erreichbarkeit und Infrastruktur die gute Zusammenarbeit mit den Staatsforsten, die auch in Röthen- bach (Westallgäu) bereits ein Waldkindergartenprojekt unterstützen.

Ganz im Sinne der Naturraumpädagogik, die Kindern die Gelegenheit gebe, „in ihrem eigenen Tempo mit Hilfe der Natur zu erforschen und zu erleben“, stelle das Team auch in anderen Bereichen die Einzigartigkeit jedes Kindes in den Vordergrund, sagt Huber und führt an: „Bei uns gibt es beispielsweise bei der Eingewöhnung keinen festen Zeitplan. Jede Familie ist anders und das wird respektiert.“ Rund um die beiden Bauwagen, in die sich die Kinder bei schlechtem Wetter zurückziehen können, sind einige Bäume rot markiert. „Hier haben wir den hauptsächlichen Aufenthaltsbereich gekennzeichnet, was auch Sicherheitsgründe hat“, erläutert Forstbetriebsleiter Kleiter. So könne der zuständige Förster regelmäßig und zusätzlich nach einem Sturm das Gebiet begutachten, um Gefahrenquellen wie lose Äste oder beschädigte Bäume rechtzeitig zu erkennen. Damit auch die Kinder im Wald weithin sichtbar bleiben, hatte Kleiter bei dem Vor-Ort-Termin vorgesorgt: Zur Freude der Kleinen verteilte er Schirmmützen in leuchtendem Orange.

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