Wanderwege und Römerroute

Bis 2013 sollen im Allgäu ein Wanderwegnetz und ein Themenweg für Radler entstehen. Foto: Schubert

In den kommenden Jahren soll das Allgäu touristisch weiterentwickelt werden. Zwei Projekte, die dazu beitragen sollen, stellten Christa Fredlmeier von der Allgäu Marketing GmbH und Julia Empter-Heerwart vor kurzem in Isny vor.

Fredlmeier erläuterte das Projekt „Allgäuer Wanderwege“, ein Wanderwegnetz, das bis zum Jahr 2013 verwirklicht werden soll. Empter-Heerwart sprach über die „Römerroute“, ein Radwanderweg, der ebenfalls ab 2013 von Kempten bis zum Bregenzer Ufer am Bodensee führen soll. Neben diesen zwei Projekten gibt es auch Bestrebungen, im Bereich von Adelegg und Kreuzthal mit Schmidsfelden, dem Glasmacherweg und dem Schwarzen-Grat-Weg zu punkten. Außerdem ist das geplante Biosphärengebiet Allgäu schon fast zu einem Selbstläufer geworden und immer mehr Gemeinden interessieren sich dafür. Deutlich sagen die Tourismusexperten vor Ort, dass das Allgäu den Anschluss nicht verschlafen dürfe und Zukunftsplanung zum Überleben notwendig sei. Das alles ist Planung und „Zukunftsmusik.“ Die Verwirklichung von der beiden Projekte „Allgäuer Wanderwege“ und „Römerroute“ sind für 2013 geplant. Dafür muss noch Infrastruktur entwickelt werden. Außerdem sollen kulturelle Angebote die jeweilige Tour zu einem besonderen Ereignis machen und auch die Einbindung der Städte und Gemeinden ist nach kräftiger Überzeugungsarbeit der nächste zu erreichende Punkt. Die „Wandertrilogie“ will ähnlich wie in anderen Regionen den Aufbau der Infrastruktur und die Betreuung der Entwicklung offensichtlich kompetent übernehmen, stellt für die Entwicklung Personal, organisiert den Auftritt in der Öffentlichkeit, zum Beispiel auf Messen, und verbreitet Werbematerial. Natürlich wird auch hier zur Kasse gebeten. Kaum eine Stadt wird sich diesem Sog entziehen können. „Klappern“ gehört zum Handwerk und wer und wo nun Gelder für die Werbung investiert, ist im Prinzip zweitrangig. „Gemeinsam sind wir stark“, lautet die Devise. Bei der „Römertour“ sieht es etwas anders aus. Hier ist ein Themenweg für Radler in der Planung, der von Kempten (Cambodunum) bis nach Bregenz (Brigantium) entlang der alten Römerstrasse alle Punkte verbinden soll, die von geschichtlichem Interesse sind. Rund 60 Kilometer muss man dann auf der Strecke radeln, um bis an den Bodensee zu kommen. Was auf der Tour zu sehen ist, liegt in der Hand engagierter Verwaltungen, aufopfernder Geschichtsforscher und Menschen mit einem Gespür für die Vergangenheit. Der Radweg „steht“ eigentlich schon. Genutzt werden vorhandene Verbindungen und ähnlich wie bei den Allgäuer Wasserwegen soll mit Hinweistafeln und Stichwegen die Erreichbarkeit der Einzelziele gewährleistet sein. Einmal mehr ist alles in der Schwebe, aber offensichtlich auf einem guten Weg. Jetzt darf man nicht den Bodenkontakt verlieren. In Isny steht man allen Projekten sehr positiv gegenüber. Auch die Gemeinden auf der Strecke sind eigentlich davon angetan. Nur beim finanziellen Teil und dem Einsatz von Personal ist man noch nicht so recht voran gekommen. Noch ist allerdings genug Zeit.

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