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Was es mit der ersten Ausgleichsfläche auf der Halde auf sich hat

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Susanne Dangel erläutert der Gruppe Details zu den ausgeführten Maßnahmen.
Susanne Dangel erläutert der Gruppe Details zu den ausgeführten Maßnahmen. © privat

Kempten – Wer sich unlängst bei einem Spaziergang durch die Sparkassen-Allee auf der Halde gewundert hatte über plötzliche Anpflanzungen von Bäumen und Sträuchern, über eingemulchte Inseln mit Kleingewächs und über Totholzinseln mit Wackermännern aus Granit zwischen Haldenberg und Auslauf Schwabelsberger Weiher Richtung Stöcken, erfuhr vor kurzem Aufklärung.

Die Natur- und Umweltinitiative im Kemptener Norden/Agenda 21/Grüner Gockel Markuskirche hatte eingeladen zu einer öffentlichen Begehung der „neuen Ausgleichsflächen auf dem Haldebuckel“.

Wolf Hennings hatte die Biologin Susanne Dangel aus dem Bereich Stadtgrün der Stadt Kempten zur Information hergebeten, gut 70 Bürgerinnen und Bürger folgten der Referentin am Abend über Wiesen und Fluren.

Noch sollen die frisch bepflanzten Flächen nicht betreten werden.
Noch sollen die frisch bepflanzten Flächen nicht betreten werden. © privat

Nachdem das Bundesnaturschutzgesetz vorschreibt, dass bei Baumaßnahmen ein entsprechender Geländeausgleich für die versiegelten Flächen stattfinden muss, wird die Stadt dafür sorgen, dass die 100.000 Quadratmeter große Baufläche auf der Halde mit seinen etwa 420 neuen Wohneinheiten von einem grünen Rahmen von landschafts-pflegerischen Ausgleichsflächen umgeben wird.

Naturnahes Biotop

Sie werden nach und nach bis 2024 auf gut sieben Hektar bisher bewirtschafteter Wiesen als ein naturnahes Biotop eingerichtet. Auf den circa drei Hektar der von Susanne Dangel und Wolf Hennings vorgestellten Fläche A konnte sich die Gruppe gut eindenken in die geplanten Maßnahmen: es standen bereits kleine Alleen von Pappeln und Birken, über die Fläche verstreut zeigten sich Sträucherinseln, künftige Blühstreifen, eine Wassermulde für Amphibien, Holzhaufen und Steinstapel für Eidechsen und andere Kriechtiere. Um die richtige Mischung von humusreichem und Magerboden für dieses Gebiet hinzubekommen, waren umfangreiche Erdbewegungen notwendig gewesen.

Die mutmaßlichen Gesamtkosten für diese Ausgleichsmaßnahmen werden auf etwa eine Million Euro geschätzt; sie werden auf die künftigen Anwohner umgelegt werden.

ek

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