Wechsel an der Spitze

Der Vorstand der Körperbehinderte Allgäu: Beirätin Sieglinde Schippel (v.l.), der langjährige Finanzvorstand Hermann Malzer, Schriftführerin Ursula Ott, Vorsitzender Josef Leicht, stellvertretender Vorsitzender Joachim Busch und Geschäftsführer Reinhold Scharpf. Foto: moriprint

Josef Leicht ist neuer Vorsitzender des Vereins Körperbehinderte Allgäu. Einstimmig wählte ihn jetzt die Mitgliederversammlung. Leicht tritt damit die Nachfolge von Dr. Klaus Hunold an, der dem Verein 20 Jahre vorstand und ihn wesentlich mit geprägt hat. 64 der insgesamt 395 Mitglieder nahmen an der turnusgemäß alle zwei Jahre stattfindenden Versammlung im Kemptener Astrid-Lindgren-Haus teil.

Die Geschäftsberichte von 2008 und 2009 von Geschäftsführer Reinhold Scharpf glichen einer „Erfolgsstory“: Vernetzung mit anderen Organisationen wie dem Autismuszentrum Schwaben und der Impulse Bürgerservice, Präsenz in der Öffentlichkeit über Benefizaktionen wie „Gemeinsam läuft´s“, eine gute Kooperation mit der Lebenshilfe Kempten, die Schaffung von neuem Wohnraum mit neuem Konzept im Dr. Peter-Landwehr-Haus, dass die 14 Bewohner mit unterschiedlichem Hilfebedarfen noch bis Ende diesen Jahres beziehen sollen. „Wir haben viel erreicht und erstmals werden wir in 2010 einen Jahresumsatz von 14 Millionen Euro überschreiten“, so Scharpf. Kassenprüfer Michael Städele ergänzte dazu: „Nicht zuletzt bedingt durch die großzügige Erbschaft der Familie Landwehr hat sich der Eigenkapitalanteil der Körperbehinderte Allgäu 2010 auf 77 Prozent erhöht. Das entspricht sehr soliden wirtschaftlichen Verhältnissen.“ Aus der Erbschaft resultiert das sehr gute Jahresergebnis, wie Finanzvorstand Hermann Malzer berichtet. So ergibt sich für 2009 eine Gewinnrücklage in Höhe von 639 000 Euro, die 2008 noch bei rund 200 000 Euro lag, aber dringend für die Finanzierung des neuen Wohnheimes benötigt wird, für das der Verein insgesamt 2,1 Millionen Euro aufzubringen hat. Mehr Mitarbeit erforderlich Investiert hat die Körperbehinderte Allgäu in den vergangenen zwei Jahren in das Grundstück und Projekt an der Gerhard-Hauptmann-Straße sowie in die Erweiterung des Astrid-Lindgrenhauses. „Mit letzterem waren wir unserer Zeit voraus, denn wir haben nicht nur die neuen Räume für Therapie und Fachdienste geschaffen, sondern auch einen separaten Zugang – und der muss nach den neuen Förderrichtlinien sein“, so Scharpf. Wünschenswert wäre laut des gesamten Vorstandes eine aktivere Mitarbeit der Eltern, Angehörigen, Mitglieder. „Wir müssen die Stärken der Selbsthilfe, aus denen unser Verein vor 52 Jahren entstanden ist, intensivieren“, so Scharpf. Einhellig einigten sich die Mitglieder auf einen Anhebung des Mitgliederbeitrages von 25 auf 30 Euro.

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