Wechsel an der Spitze

Seit dem ersten März steht die Straßenmeisterei Kempten, als Dienststelle des staatlichen Bauamts, unter neuer Leitung. Den derzeit 37 Beschäftigten im Gehöft in der Bleicherstraße steht nun der 32-jährige Oberpfälzer Jürgen Klinger als neuer Chef vor.

In einer kleinen Feierstunde verabschiedete der leitende Baudirektor Bruno Fischle am vergangenen Donnerstags den langjährigen bisherigen Straßenmeister Thomas Follner und begrüßte dessen Nachfolger. Mit dem Wechsel Follners zum Leiter des städtischen Bauhofes Marktoberdorf in ein kommunales Angestelltenverhältnis, verabschiedete er sich auch aus dem „sicheren Staatsdienst“, was Landrat Gebhard Kaiser (CSU) als „mutigen Schritt“ des 40-Jährigen bezeichnete. Fischle hingegen würdigte Follners „Fingespitzengefühl“, mit dem er den Übergangsprozess zum Unterhaltsverbund mit dem Landkreis moderiert und zum Erfolgsmodell für Kreis, Staat und Autofahrer gemacht habe. Zwar freue er sich auf die neuen Aufgaben, meinte Follner, aber leicht falle ihm der mit vielen Erinnerungen verbundene Abschied aus Kempten nicht. Auch Klinger habe sein Handwerk „von der Pike auf“ gelernt, stellte Fischle den neuen Chef der „Männer in Orange“ vor, dem er eine „glückliche Hand bei der Leitung der Dienststelle“ wünschte. Nach der Ausbildung zum Straßenwärter, dem Besuch der Technikerschule und der Ausbildung zum Straßenmeister habe Klinger seit 2006 Berufserfahrung in der Straßenmeisterei Landsberg und der Autobahnmeisterei Starnberg gesammelt. Durch die Kooperation mit dem Landkreis gelte es, auf über 300 Kilometern Bundes-, Staats- und Kreisstraßen sowie Brücken und rund 80 Kilometern Geh- und Radwegen den Verkehrsteilnehmern ein sicheres Straßennetz zur Verfügung zu stellen. Mit der sehr „motivierten und gut ausgebildeten Mannschaft“ brauche die Meisterei trotz „immer geringer werdenden Personalkapazitäten“ den Vergleich mit privaten Anbietern jedoch nicht zu scheuen. Die Leitung der Straßenmeisterei bedeute für ihn mit Blick auf das eingespielte Team „eine Aufgabe, die ich nicht allein bewältigen kann“. „Packen wir’s an, es gibt noch viel zu tun“, ermunterte er sein künftiges Team in Anlehnung an einen Werbeslogan.

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