15 Millionen Euro Investitionskosten

Neues Schmuckkästchen für Senioren

+
Enthüllen gemeinsam die Skulptur „Rilkes Turm“ des Künstlers Karl Maurer (Mitte) vor dem Eingang des neuen AWO-Seniorenzentrums: Eberhard Gulde, Vorstandsvorsitzender der AWO Bezirksverbands (links), BSG-Vorstand Mario Dalla Torre (2.v.l.), Dr. Heinz Münzenrieder, Vorsitzender des Präsidiums und Verwaltungsrates der schwäbischen AWO (2.v.r.), und OB Dr. Ulrich Netzer.

Kempten – „Die BSG-Allgäu hat hier ein Schmuckstück geschaffen“, bescheinigte Dr. Heinz Münzenrieder, Vorsitzender des Präsidiums und Verwaltungsrates der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem AWO-Seniorenzentrum in der Lenzfrieder Straße.

Vergangene Woche wurde der durch die BSG Allgäu errichtete Gebäudekomplex nach rund fünfjähriger Bauzeit, feierlich umrahmt von Klängen des Musikvereins Lenzfried, eingeweiht. 

 Auch laut OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) „ist hier etwas Schönes entstanden“, das „die Pflegelandschaft in Kempten weiter verbessert“. Zu verdanken sei dies nicht zuletzt den „drei AWO-Heiligen aus dem Allgäu“ und treibenden Kräften hinter dem durch die Stadt mit gut 850 000 Euro bezuschussten, insgesamt 15 Millionen Euro teuren Projekt: Hermann Ebner, Lothar Seidel und Hans Müller. Es sei ein „sehr offenes Haus“ geworden, in dem auch der besondere Bedarf demenziell erkrankter Menschen berücksichtigt sei, die in einer offenen Wohnform leben und versorgt werden könnten. 

 Eberhard Gulde, Vorstandsvorsitzender der AWO Bezirksverband Schwaben, freute sich unter anderem darüber, dass die im Eingangsbereich angesiedelten Caféteria und Kiosk – beides „Niederlassungen“ vom Miniladen Im Oberösch – sowie der „für alle nutzbare Garten“ eine Verbindung zwischen beiden Wohnformen schaffe: dem Pflegeheim mit seinen 80 ausschließlich Einzelzimmern und den 34 Wohneinheiten für betreutes Wohnen. BSG-Vorstand Mario Dalla Torre hob als „eine der größten Herausforderungen des demographischen Wandels“ das selbstbestimmte Leben im Alter hervor, was auch „bestimmte Anforderungen an unseren Wohnungsmarkt“ bedeute. In der Unternehmenspolitik der BSG Allgäu sah er „eine Bringschuld gegenüber unseren älteren Mitbürgern, nachdem es gerade diese Generation war, die mit ihrer ‚Aufbauleistung’ unter anderem unseren heutigen Lebensstandard ermöglicht hat“, so der BSG-Chef. Den ökumenischen Segen erteilten die Pfarrer Alexander Gajewski und Vitus Schludermann, wobei ein besonderes Detail im Aufenthaltsraum sichtbar wurde: Die in der Wand hinter einer kleinen Schiebetür versteckte „Minikapelle“.

 Eine feierliche Enthüllung erlebten die zahlreichen Gäste zudem im Eingangsbereich vor dem Gebäude. Aus Muschelkalk hat der Künstler Karl Maurer aus Günzburg dort eine Architekturplastik mit dem Titel „Rilkes Turm“ geschaffen, die sich in Anlehnung an die Zeilen des großen Dichters Rainer Maria Rilke in immer kleiner werdenden Kreisfragmenten zu einem offenen Turm über zwei Meter weit in die Höhe schraubt. „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm“ steht auf dem Sockelring eingemeißelt zu lesen.

Christine Tröger

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Grünes Zentrum in Kempten
Grünes Zentrum in Kempten

Kommentare