Weitere Fortschritte

Schwarz, markant und relativ gut zuzuordnen präsentiert sich die Schicht des Brandes. Foto: Schubert

Die archäologischen Arbeiten in der Altstadt Süd schreiten weiter voran. Schon seit einigen Tagen ist man sich relativ sicher: Was im Boden gerade frei gelegt wird, sind Spuren einer Brandstufe. – Aber welcher? Um das herauszufinden, bleibt nur eines: Die Holzanalyse im Labor ist hier eine sichere Hilfe. Die ersten Proben zur Altersbestimmung sind schon dort und auch in der nächsten Woche werden neue Proben genommen und ins Labor geschickt.

Grabungsleiterin und Archäologin Dr. Doris Schmid kann ein zufriedenes Schmunzeln nicht ganz unterdrücken, als sie weiter berichtet: „Wir hatten Besuch von drei Kollegen aus Tübingen. Die waren recht erstaunt über die Qualität der frei gelegten Hölzer. Jetzt zeigt sich wieder einmal, dass ein lehmiger, feuchter Boden solche organischen Relikte gut konserviert. In den freigelegten Kellerräumen sind Holzgefäße erhalten geblieben. Die Daubenverbindungen sind klar zu erkennen und auch ein Schöpfgefäß mit langem Griff haben wir dabei gefunden.“ Unter dem aufgestellten Rundzelt laufen die ersten Vorbereitungen auf den Winter. Das wird zwar die Zeit für die Reinigung und Dokumentierung der bisherigen Funde, aber ein Zeitfenster lässt man sich eben doch noch. Wenn der Boden nicht zu tief gefroren ist, kann dort auch in der kalten Jahreszeit weiter gegraben werden. Alle Funde sind dann beschriftet und in ihrer Fundstelle genau zu lokalisieren. Bisher ist die Gruppe gut im Zeitplan. Im gerade frei gelegten Grünland hat man offensichtlich nicht mit so vielen Funden zu rechnen. Der Boden unter dem ehemaligen Parkplatz liegt immer noch unter einer Kiesschicht. Ob die vor Wintereinbruch noch aufgeschlossen wird, ist eher unwahrscheinlich. Das ist eine Frage des Wetters. Im letzten Jahr um diese Zeit lag bereits der erste Schnee.

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