Der wohl größte Weizenbieranstich

Wolkenbruch sorgt kurz für Turbulenzen bei Bierfest

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Das Anzapfen war eine ganz besondere Attraktion an diesem Abend: Gleichzeitig zapften alle neun Braumeister der „Brauer mit Leib und Seele“ ihre Fässer an.

In diesem Jahr haben sich die neun Gesellschafter „Die Brauer mit Leib und Seele“ in Isny getroffen und den wohl größten Weizenbieranstich im Allgäu zelebriert.

Zu diesem Anlass laden die Brauereien zum Verkosten ihrer Weizenbiere ein. Diese Bierkultur aus kleinen Familienbrauereien ist immer ein Anlass für ein fröhliches Fest. So auch dieses Jahr.

Akkurat aneinandergereiht standen die neun Fässer im Kurpark für den Weizenbieranstich bereit, als sich auch die himmlischen Heerscharen in das Fest mit einmischten. Drohende Gewitterwolken hatten sich zusammengezogen und kurz vor Beginn der Veranstaltung begann es heftig zu regnen. Das ist in diesem Falle aber kein allzu großes Malheur, denn das Kurhaus war sowieso darauf vorbereitet und schnell zogen alle unter das sichere Dach. Auch die Stadtkapelle, die zum Bieranstich spielen sollte, war „mit Pauken und Trompeten“ auf die Bühne des Kurhauses umgezogen.

Während draußen also der Regen herunterprasselte, ging es drinnen ungestört weiter. Auch die Hopfenkönigin und die beiden Prinzessinnen konnten zuschauen, wie das Fest gerettet wurde. Der Saal war gut besetzt und die Fässer wieder gut nebeneinander aufgestellt. Ein wenig mussten die zahlreichen Gäste aber noch warten, denn zu so einer Veranstaltung gehören natürlich auch die Begrüßungsansprachen und in dieser Zeit zeigte es sich, dass das Team vom Kurhausrestaurant durchaus den ersten Durst stillen konnte.

Dann aber war es so weit. Die Stadtkapelle hatte die ersten Stücke in gewohnter Qualität abgeliefert und die Braumeister hatten sich vor ihren Fässern aufgestellt. Auf ein Kommando wurden die Hämmer geschwungen und die Zapfhähne an ihren Platz getrieben. Der Beifall der Gäste war entsprechend und die Zuschauer hatten sich erstaunlich dicht an die Fässer herangetraut. Na ja, immerhin waren da Profis am Werk und nicht irgendwelche Honoratioren. Wobei man sagen muss, auch da gibt es professionelle Anzapfer, Isnys Bürgermeister Magenreuter hatte es beim Kinderfest mit einem Schlag geschafft.

Dann war es Zeit für die Bierverkostung und neun Bierspezialitäten durchzustehen, fällt nicht gerade leicht. Einige hatten sich zu „Familienunternehmen und Interessengruppen“ zusammengeschlossen. Jeder Gast hatte seine zwei oder drei Biere vor sich stehen und dann wurden die Gläser einfach reihum gereicht, um die Unterschiede feststellen zu können.

Während bei anderen Festen die Isnyer ganz gerne „voller Stolz“ nach Hause gehen, waren die Grenzen an diesem Abend etwas schwimmend. Ein gelungenes Fest. Die Familienbrauereien haben ihre Grundsätze wieder einmal verwirklicht und einer davon heißt: „Unser Bier hat ein Gesicht.“ Das war an diesem Abend ohne Sorgenfalten, denn einheimische Biere haben durchaus ihre Liebhaber.

Manfred Schubert

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