"Weltreise" durch die Innenstadt

Olé! Ob die vier los Hombres vom Spielestand „Sombreros fangen“ (links), die Kids in Aktion beim Europapuzzle (rechts oben) oder dem Bau der chinesischen Mauer: Am Samstagnachmittag kamen alle kleinen Weltenbummler beim Familientag „Reise um die Welt“ auf ihre Kosten und waren mit Feuereifer dabei. Fotocollage: Spielberg

Alle Jahre wieder zieht es unzählige von kleinen Besuchern in die Innenstadt, wenn das City Management Kempten und der lokale Einzelhandel kurz nach den großen Ferien zum traditionellen „Familientag“ einladen. Viele junge Familien und Großeltern mit ihren Enkeln bevölkerten auch am Samstag einmal mehr die Stadt und die Kleinen holten sich nach Erfüllung der jeweiligen Aufgabe an den 17 Spiel- und Aktionsständen einen der begehrten Stempel für Ihren Rallye-Pass.

Fünf solcher Stempel in ihrem Rallye-Pass brauchen die Kids am Ende des Tages, um an der Verlosung der tollen Preise teilnehmen zu dürfen, die auch heuer wieder vom Theater in Kempten, dem Cambomare, der bigBOX und vielen anderen ausgelobt wurden. Das „Stempel sammeln“ aber ist gewöhnlich schnell geschehen, denn die Kinder wollen möglichst keine Spielstation auslassen. Heuer stand der „Familientag“ unter dem Motto „Reise um die Welt“ und zugeschnitten auf dieses Thema gab es für die Kinder spielerische Herausforderungen mit internationalem Hintergrund zu lösen. Da musste unter anderem ein Europapuzzle gemeinsam zusammengesetzt werden, in der Fischerstraße hieß es „Ring frei“ zum australischen Känguruboxen, hawaiianische Riesenwellen konnten auf einem hydraulischen Surfbrett beim Forum Allgäu bezwungen werden, am Stand vom Haus International galt es ausländische Begrüßungsformeln zu lernen und aufzuschreiben und für ganz Mutige bot sich im Sporthaus Reischmann die Möglichkeit unter fachkundiger Anleitung den „Mount Everest“ quasi indoor zu besteigen. Den ganzen Tag über begegnete man den kleinen Weltenbummlern mit ihren roten Rallye-Pässen in der Innenstadt, die sich über Mittag bei aufkommendem Sonnenschein auch immer mehr füllte. Stetig mehr gemeinnützige Vereine beteiligen sich an der Organisation des „Familientags“ und übernehmen bzw. kreieren selbst eigene Spielstände, an denen sie dann zudem über Sinn und Zweck ihrer jeweiligen Organisation informieren. Vereine stellen sich vor Heuer zum zweiten Mal dabei war die Waldbesitzervereinigung Kempten e.V. „Wir nehmen zum zweiten Mal am ‘Familientag’ erfolgreich teil, weil wir den jungen Spielern an unserem Stand sowohl die Ökölogie, als aber auch die Waldnutzung, sprich Ökonomie, näher bringen möchten“, sagte Vorsitzender Bernhard Vollmar gegenüber dem KREISBOTEN. Und Christiane Reichert von der Kindernothilfe Freundeskreis Kempten, die sich mit ihrem Team auf dem August-Fischer-Platz aufgestellt hat und an deren Spielstation die Kinder eine Weltreise mit selbstgebastelten Spielzeugautos unternehmen konnten, meinte: „Auf dem Familientag haben wir die Möglichkeit uns mit unseren Anliegen, zum Beispiel einem Straßenkinderprojekt in Jakarta/Indonesien direkt an Familien zu wenden. Eine wunderbare Sache um unser christliches Kinderhilfswerk einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.“ Heuer zum ersten Mal mit einer Spielstation auf dem Familientag vertreten war der Kinderschutzbund Kempten. Hier konnten die Kids Reisetaschen basteln. „Unser Vereinsname ist leicht irreführend“, so Stephanie Gil vom Ortsverband: „Wir bieten unter anderem Elternkurse ‘Starke Eltern – starke Kinder’, Sprachförderung, Beratungsangebote zum Leben mit Kindern, offene Kinderbetreuung aber auch Familienpaten an.“ Und so ist der Familientag nicht nur bei den Kleinen eine ganz große Nummer, sondern über die Aktivitäten an den Spielstätten hinaus, können sich die Besucher über familienrelevante Themen informieren. Auch der Einzelhandel, insofern dieser mit Bildung, Erziehung und Familie zu tun hat, trägt gerne mit bei zum gemeinsamen Gelingen des Familientags. So gab es in der Gerberstraße bei „Didactus plus“, einem Geschäft, das neben Lesen und Erleben Eltern wichtige Erziehung-Tipps gab, die Spielstation „Dosenwerfen mit Ali Mustafa“ und die Buchhandlungen Lesezeichen am Rathausplatz und Dannheimer in der Bahnhofstraße boten für die Kids das Puppentheater Ferdinande und eine Buchlesung mit Tanja Buck. Tolles Angebot Praktisch und familienfreundlich war auch das Angebot des Sozialbau-Parkhauses „Kronenstraße“: Hier durften Familien mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr umsonst parken. Abends verließen die kleinen Weltenbummlern mit ihren Eltern die Spielzone „Innenstadt“ und viele von ihnen freuen sich schon auf den nächsten Familientag. Vielleicht gibt’s den „Wilden Westen“ oder „Märchen aus Tausend und einer Nacht“…

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