Neuer Ausstellungsort gefällt

Halbzeitbilanz für die Festwochen-Kunst kann sich sehen lassen

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„HANDY“ von Christina Johlige-Tolstoi. Im Hintergrund zeigt ein Video die Aufbauarbeiten zur Ausstellung.

Ob es daran liegt, dass mögliche Besucher den neuen Ausstellungsort für die Kunst im Rahmen der Festwoche, die seit diesem Jahr nicht mehr im Hofgartensaal, sondern im Alpinmuseum/Marstall zu sehen ist, nicht kennen, oder ob der marginal längere Weg von der Innenstadt aus die Ursache ist.

Beides ist spekulativ. Fest dagegen steht, dass Gabi Abler vom Kemptener Kulturamt bislang rund 20 Prozent weniger Ausstellungsbesucher gezählt hat als im vergleichbaren Zeitraum der Vorjahre.

„Sowohl Marstall als auch Alpinmuseum ist selbst vielen Kemptenern fremd“, verzeichnet sie immer wieder ein „Aha-Erlebnis“ bei denjenigen, die dann doch fündig wurden. Aber auch viele Touristen besuchen die Ausstellung, oftmals als quasi „Beifang“ nach einem Besuch der Ausstellung im Alpinmuseum. Deutlich bessere Gruppenstärken verzeichnet Abler bei den Führungen, die „erfreulich gut angenommen werden“. Zudem gebe es eine ganze Reihe Mehrfachbesucher, die immer wieder mit einer neuen Begleitperson kämen. Lediglich das jugendliche Publikum bleibe aus, bedauert Abler, dass diese höchstens im „Familienverbund“ kämen. Ab den 30-Jährigen sehe es dann aber gut aus. Über 100 Besucher haben laut Abler die Ausstellung während der Festwoche pro Tag besucht, seit Festwochenende liege die Zahl auch nur „etwas darunter“.Noch mehr Zulauf könnten die Kinder-Projekte mit Klaus Frühschütz vertragen. Kinder, die daran teilgenommen haben, seien Feuer und Flamme. Vielleicht sei das Angebot nur noch nicht bekannt genug, vermutet Abler.

Eine Veränderung aber falle besonders auf: „Es sind alle begeistert.“ Umzug und neue Location würden als „Pluspunkt wahrgenommen“, eine „Qualitätssteigerung“ bei den Exponaten werde in Gesprächen häufig angemerkt und die Besucherinnen und Besucher „nehmen sich auch Zeit“. So verwundert es kaum, dass im Gästebuch – abgesehen von bislang einem einzigen negativen Beitrag – die in den Vorjahren immer recht zahlreichen „bösen Stimmen“ und Kommentare fehlen. Manchen sei ein bisschen zu viel Fotografie in der Kunstausstellung, „das ist es dann aber auch schon“, reflektiert Abler Besucherstimmen. Insgesamt sind bislang acht Ankäufe –durch die Stadt sowie Privatpersonen- von Werken erfolgt.

Die Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche kann noch bis 16. September 2017 besucht werden, Di bis So, 10 bis 16 Uhr, im Marstall/Alpinmuseum, Landwehrstraße 4.

Am 16. September endet die Ausstellung dann im Rahmen der KunstNachtKempten mit der feierlichen Verleihung des Publikumspreises auf dem Hildegardplatz.

Christine Tröger

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