Wenn Bildhauer ihr Können zeigen

Symposium junger Künstler in der Werkstatt von Günther Schrade

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Hier entsteht gerade eine Tuba mit Jacke und Hut.

Maierhöfen – Das ist nicht das erste Mal, dass Günther Schrade seine Werkstätten in Maierhöfen für seine Kollegen öffnet. Der Skulpturenweg besteht ja schon und wird nun durch einige neue Kunstwerke erweitert. Lukas Huber, Luis Schrade, Jan Herzog, Anna Frommknecht, Lukas Fuetsch, André Rößner und Alexander Waldner haben sich bei ihm ihre Arbeitsplätze eingerichtet und versuchen, die Vorgabe „Heimatklang“ in künstlerische Realität umzusetzen.

Am lautesten wird wohl Luis Schrade auftreten können, denn sein Steinhorn aus Jurakalk ist so konzipiert, dass es bespielbar sein wird. Normalerweise ist es eher unwahrscheinlich, so verschiedene Bildhauer zur selben Zeit für ihre Arbeit zu bekommen, aber der Skulpturenweg in Maierhöfen ist eine besondere Sache und der Bildhauer Günther Schrade hat nun mal einen Ruf, der einen zusätzlichen Anreiz bietet. 

Die Arbeitsatmosphäre auf dem Werksgelände war ruhig und anregend und die Einrichtung der Arbeitsplätze unter kleinen Pavillons ließ allen Künstlern genügend Bewegungsfreiheit für sich und ihre Werkstücke. 

Am Donnerstag, 8. August, fand noch eine Führung über den bisherigen Skulpturenweg statt, die im „Künstlergarten“ hinter dem Wohnhaus bei Kaffee und Kuchen einen Abschluss fand. Alle an ihren Werkstücken Arbeitenden waren gut gelaunt und beantworteten gerne die Fragen der Besucher. So konnte man auch ein wenig Einblick in das Denken bei der Vorbereitung bekommen. 

Freitag um 20 Uhr war ein Konzert im Hof des Grundstücks mit der Band „Cantilena“ aus Maierhöfen und das Weißwurstfrühstück mit musikalischer Untermalung am Sonntag wurde bei strahlendem Sonnenschein zum Glücksfall für die ganze Veranstaltung. Der Geruch der frischen Hölzer, der Staub der behauenen Steine und die Stimmung während der gesamten Arbeitswoche im Symposium sind etwas gewesen, das dem Ganzen etwas Einmaligkeit vermittelte.

Manfred Schubert

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