Wenn der Minister mit dem Bagger....

Sekunden vor dem Unglück: Der Bagger beginnt zu kippen....

Abruptes Ende einer großen Feier: Ein von Innenminister Joachim Herrmann gesteuerter schwerer Bagger kippte am Montagabend beim Spatenstich zum Bau der Nordspange um und begrub den Minister unter sich. Wie durch ein Wunder wurde Herrmann bei dem Unglück nur leicht verletzt und konnte von Ersthelfern aus der zertrümmerten Kanzel geborgen werden. „Es geht wieder, passt schon“, so der lakonische Kommentar Herrmanns. Noch am Abend wollte er sein Programm nach Auskunft des Kemptener OB-Büros mit einem Besuch des Allgäuer Festabends anlässlich des Landkreistages in Fischen (Oberallgäu) fortsetzen.

Es war erst der dritte Löffel, den der Innenminister anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs zur „Nordspange“ in den Kemptener Illerauen mit der schweren Maschine aushob, als das Unglück geschah. Aus bislang noch ungeklärter Ursache kippte der von Herrmann gesteuerte schwere Bagger plötzlich um. Während sich ein Mitarbeiter der Baufirma mit einem Hechtsprung aus dem zum Teil offenen Cockpit noch retten konnte, begrub das Gefährt den Minister unter dem Aufschrei der etwa 200 Gäste unter sich. Die sofort zur Unfallstelle eilenden Personenschützer und Ersthelfer – darunter Staatsminister Thomas Kreuzer und Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) – bargen den wie durch ein Wunder nur leicht verletzten Minister aus der zertrümmerten Kanzel. Um die Versorgung des Verletzten kümmerten sich neben Netzer und Kreuzer auch die Landtagsabgeordnete Ulrike Müller (FW) und der Kemptener Stadtrat und Fernseh-Richter Alexander Hold, der Herrmann mit Wasser versorgte. „Es geht wieder, passt schon“, war Herrmanns erster Kommentar. Nur Minuten zuvor hatte er dem Bauvorhaben noch einen „unfallfreien Verlauf“ gewünscht hatte. Am Abend (nach Redaktionsschluss) wollte Herrmann nach übereinstimmenden Auskünften von Staatsminister Thomas Kreuzer und dem Kemptener OB-Büro bereits wieder am Allgäuer Festabend anlässlich des Bayerischen Landkreistages teilnehmen. Bei der Nordspange handelt es sich um eines der größten Straßenbauprojekte Kemptens in den vergangenen Jahren. Der vierte Illerübergang soll den Kemptener Norden mit dem Gewerbegebiet Ursulasried verbinden. Die Kosten werden auf rund 13 Millionen Euro geschätzt, fertig sein soll das Projekt 2015.

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