"Es werden keine Abstriche gemacht"

Die Stadtverwaltung macht Ernst mit der Neugestaltung des Bereichs Gerberstraße/Brandstatt: Bereits im April soll mit den Arbeiten zur Aufwertung der „Nordkurve“ begonnen werden. Wie die konkreten Überlegungen aussehen, will die Verwaltung Anwohnern und Geschäftsleuten am Donnerstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr in der Stadtsäge des AÜW vorstellen. „Wir werden die gesamte Planung vorstellen“, kündigte Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung, vergangenen Mittwoch gegenüber dem KREISBOTE an.

Zum genauen Ablauf der Arbeiten und was konkret umgesetzt werden soll, wollte sich Schießl zwar nicht äußern. Er ließ aber durchblicken, dass die im Juli von der Berliner Agentur Dan Pearlman vorgestellten Ideen (der KREISBOTE berichtete) weitestgehend auch so realisiert werden sollen. „Man hat keine Abstriche gemacht – das wird sich in guten Teilen so wiederfinden“, erklärte Schießl. „Wir haben das mit den Anwohnern schon diskutiert. Die Resonanz war positiv.“ In der Tat hat nach Informationen des KREISBOTE bereits am 16. Dezember in der Galeria Kaufhof eine Informationsveranstaltung für die beteiligten Geschäftsleute stattgefunden. Teilnehmer berichten übereinstimmend, dass die Pläne des Tiefbauamts auf breite Zustimmung gestoßen seien. Demzufolge soll offenbar zunächst die Treppe an der Galeria Kaufhof runter in die Gerberstraße umgebaut und Sitzgelegenheiten errichtet werden. Am seinerzeit vorgestellten Mühlrad als Erinnerung an die historische Bedeutung des Quartiers wird ebenfalls festgehalten. Vier Meter im Durchmesser groß soll das Metal-Rad werden und von zwei eingespritzen Litern Wasser pro Sekunde angetrieben werden. Anschließend fließt das Wasser durch eine 60 Zentimeter breite und acht Zentimeter tiefe Rinne in Richtung Brandstatt und Kronenstraße. Dort soll die Rinne dann ein Stück erweitert werden. An der Kreuzung zur Brandstatt ist geplant, den symbolische Fluss wegen der Autofahrer mit einem Gitter abzudecken. Darüber hinaus soll es auch in der Brandstatt ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien geben. Unter anderem Wassersprudler sollen für das passende Ambiente sorgen. Offen scheint derzeit aber noch zu sein, welcher Pflasterbelag genommen wird. Im Bauhof wird dem Vernehmen nach deshalb bereits an einem Modell für den 14. Januar gearbeitet. Gebastelt wird in der Bauverwaltung auch noch an der Idee eines „Wasserkreislaufs“ um Wasser und Geld zu sparen. Start im April Den Informationen des KREISBOTE zufolge gehen die Planungen bis über die Kronenstraße hinaus. Aus Kostengründen werden im kommenden Sommer aber offenbar nur Gerberstraße/Brandstatt in Angriff genommen werden. Derzeit geht die Bauverwaltung von Kosten in Höhe von 580000 Euro aus. Die sind zumindest im Haushalt vorgesehen und festgezurrt. Dem aktuellen Zeitplan zufolge soll der Bauausschuss bereits am 19. Januar über das Vorhaben informiert werden und entscheiden, im Anschluss daran erfolgt die Ausschreibung, um zügig im April mit den Arbeiten beginnen zu können. Im September sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. Großen Wert, so Dr. Richard Schießl, lege man dabei darauf, dass es durch die Bauarbeiten zu keinen allzu großen Behinderungen für die anliegenden Geschäfte kommt. Einzelhandel mit im Boot Im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung denkt man nach Angaben Schießls derzeit außerdem darüber nach, eine Art „Quartiersmanagement“ für die Gerberstraße/Brandstatt zu gründen bzw. eine Art Unterabteilung innerhalb des City-Managements, die nur für diesen Bereich der Einkaufsinnenstadt zuständig ist. Finanziell sollen die dortigen Geschäftsleute ebenfalls mit ins Boot geholt werden bzw. sitzen zum Teil schon drin, erklärte Schießl. Zudem seien Fördergelder aus dem Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzent“ zu erwarten, in das die „Nordkurve“ bereits aufgenommen ist.

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