Aus dem Werkausschuss

Zukunftsperspektive für Festwoche und Allgäuhalle

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Wie sieht die Festwoche in 29 Jahren aus?

Kempten - Am vergangenen Donnerstag hat der Werkausschuss über die zukünftige Ausrichtung der Festwoche zu ihrem 100. Geburtstag sowie über die weitere Nutzung der Allgäuhalle beraten.

Wie soll die Festwoche in 29 Jahren aussehen? 

Die Hochschule Kempten beschäftigt sich derzeit mit der Erstellung eines Umfragebogens zum Thema „Allgäuer Festwoche 2049 – 100 Jahre AFW – wo wollen wir hin?“. Mit dieser Umfrage wolle man die Bedürfnisse der unterschiedlichen Personengruppen für die zukünftige Konzeption ermitteln und daraus einen Leitfaden entwickeln, so Martina Dufner-Wucher, Geschäftsführerin des Kempten Messe- und Veranstaltungsbetriebs bei der Sitzung des Werkausschusses am vergangenen Donnerstag. Zwischen Juli und September soll die Umfrage durchgeführt werden und schließlich aufzeigen, welche Strategie künftig verfolgt werden soll. Ist es sinnvoll, die momentane Strategie weiter zu verfolgen oder sollte man über eine Neuorientierung nachdenken? Neben den Fragen zur inhaltlichen Ausrichtung sollen im Fragebogen Themen wie Service, Mobilität und Gastronomie bei Bürgern, Ausstellern, Dienstleistern, Stadträten und Anwohnern abgefragt werden.

Stadträtin Erna-Kathrein Groll (Die Grünen) fände es dagegen ebenfalls spannend die Gewerbetreibenden mit in die Umfrage einzubeziehen. Die Befragung soll eine repräsentative Stichprobe liefern, größtenteils aber online durchgeführt werden. Helmut Berchtold (CSU) plädierte dafür, Bürgerinnen und Bürger auch direkt zu befragen, sodass auch ältere daran teilnehmen könnten und nicht nur die Online-affinen. Auch für Oberbürgermeister Thomas Kiechle ist es wichtig, Erkenntnisse sowohl von jungen als auch von älteren Festwochenbesuchern zu bekommen. Nach Auswertung der Bögen, Mitte September, soll ein anschließender Workshop stattfinden.

Was wird aus der Allgäuhalle?

Die Allgäuer Herdebuchgesellsellschaft will Mitte bis Ende des Jahres 2022 aus der Allgäuhalle ausziehen. Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stellt die Stadtverwaltung derzeit Überlegungen an, was daraus werden soll.

Gerade die spezielle Charakteristik der Tierzuchthalle könnte für Künstler, Sportvereine, Schulen und Start-Ups interessant sein, sagte Martina Dufner-Wucher, Geschäftsführerin des Kempten Messe- und Veranstaltungsbetriebs. Mittels eines Fragebogens sollen Bedürfnisse ermittelt und anschließend in einem Workshop vor Ort überprüft werden. Überrascht waren einige der Werkausschussmitglieder von einem bereits ausgearbeiteten Konzept des Kemptener Projektentwicklers Thomas Wirth, der dies den Ausschussmitgliedern vor der Sitzung per E-Mail hatte zukommen lassen (siehe eigener Artikel „Eine Halle für Alle“ auf Seite 3 dieser Ausgabe).

CSU-Stadtrat Helmut Berchtold mahnte an, genau zu überlegen, was in die Halle kommen soll, und nicht wieder alle Bewegung in die südliche Innenstadt zu bringen während der Norden vernachlässigt wird. Derzeit sei noch nicht klar, was kommen werde, jedoch müsse man sich mit einer Nutzungsänderung der Allgäuhalle beschäftigen, so Oberbürgermeister Kiechle. Er ist sich sicher, dass noch weitere gute Konzepte kommen werden. Einige hätte die Stadt bereits bekommen, jetzt gelte es eine „große Stoffsammlung“ zu machen, auch unter dem Aspekt, was im Rahmen des Denkmalschutzes realisierbar ist. Hinsichtlich der Entscheidung, was mit diesem Traditionsgebäude passieren soll, führte Erna-Kathrein Groll (Die Grünen) an, als Stadt weiterhin „das Heft in der Hand“ zu behalten.

Tamara Lehmann

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