Ja is‘ denn scho‘ Weihnachten?

Werkausschuss zieht positive Bilanz zum Weihnachtsmarkt 2017

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Kempten – Traditionell Anfang des Jahres beschäftigt sich der Werkausschuss mit dem zurückliegenden und dem kommenden Weihnachtsmarkt. So auch in diesem Jahr. Neben möglichen „Satelliten-Märkten“ in der Altstadt, der Standmiete 2018 und

dem Termin für 2019 waren auch die Hütten für die Stände wieder Gespräch.

Der Kemptener Weihnachtsmarkt kommt an. Diesen Eindruck teilen die Werksausschussmitglieder mehrheitlich. Viele der Gremiumsmitglieder berichteten in der Sitzung am Mittwoch von positiver Resonanz, die gerade Auswärtige an sie herangetragen haben.

Auch Martina Dufner-Wucher, Geschäftsführerin im Veranstaltungsmanagement GmbH konnte Erfreuliches vermelden. Alle Händler, die an der Händlerbefragung teilnahmen (31 von insgesamt 55 Händlern), wollten im nächsten Jahr wieder kommen. Sowohl mit dem Geschäftserfolg und den Öffnungszeiten als auch mit der Organisation und der Technik hätten sie sich zufrieden gezeigt. Positive Rückmeldung hatte Dufner-Wucher auch über den TiK-Adventskalender, die Feuerstellen, die Sperrung der Kronenstraße ab 18 Uhr, die musikalischen Darbietungen und das Kinderprogamm erhalten.

Gut sei laut Klaus Knoll (FW, ÜP) beim Publikum außerdem angekommen, dass jede Hütte auf dem Markt individuell sei. Gerade weil der Markt so „überschaubar und sympathisch“ (Helmut Berchtold, CSU) sei, sah auch Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU), keine Veranlassung, über eine generelle Vergrößerung, zum Beispiel in Richtung Freitreppe, wie sie Thomas Hartmann (Grüne) vorschlug, nachzudenken. Berchtolds Anregung, in der Altstadt kleinere „Themenmärkte“ über einen kürzeren Zeitraum zu veranstalten, soll allerdings Thema bleiben.

Bei der 2017 erstmalig aufgestellten Kempten Hütte sah Dufner-Wucher insofern „Entwicklungspotential“, als dass ihr Profil geschärft werden müsse. Da die Hütte sowohl Anlaufstelle für die Händler, Stand der Partnerstädte, Kempten Tourismus und der Stadt sei, müsse künftig klarer herausgestellt werden, „wer was präsentieren möchte“, so Dufner-Wucher.

Dass der Prototyp für die benötigten 30 neuen Standhütten in seiner jetzigen Form hergenommen werden kann, denken die Mitglieder des Werkausschusses nicht. Der von Architekturstudenten erstellte und umgesetzte Entwurf „Licht und Schicht“ diente beim vergangenen Markt als Kempten-Hütte (der Kreisbote berichtete). Hier sind einige Nachteile zu Tage getreten. Klaus Knoll, der beim Aufbau mit dabei war, berichtete von einer zwar praktischen Ständerbauweise, doch seien die Teile an sich „viel zu schwer“. Auch das Erscheinungsbild sei sowohl von Besuchern als auch von Standbetreibern als „zu modern“ eingestuft worden, wusste Dufner-Wucher. Da die Hütten nur wirken könnten, wenn der gesamte Markt mit ihnen bestückt werde, wie Berchtold feststellte, soll über ein traditionelleres Design für die 30 neuen Hütten nachgedacht werden. Den ganzen Markt einheitlich zu gestalten, sei nicht möglich, weil es immer Händler gebe, die ihre eigenen Hütten mitbringen, so Knoll.

Wichtig für die Hütten sei eine funktionale, leichte Bauweise in Modulform, damit aus den Teilen breitere oder kürzere Hütten zusammengestellt werden könnten, forderte Dufner-Wucher. Hans-Peter Hartmann (FW/ÜP) schlug vor, dass die Verbesserungen von den Architekten, dem Bauhof und den Zimmerer-Lehrlingen des BTZ gemeinsam vorgenommen werden sollen, um einen neuen Prototyp zu finden, der dann ausgeschrieben werden soll. Das hielt Kiechle für einen praktikablen Vorschlag, weil die Wege auf diese Weise kurz seien. Auch eine direkte Ausschreibung steht als Vorschlag im Raum.

Was die Ausschussmitglieder jedoch bereits bestimmten, sind höhere Gebühren für die Gastronomiestände. Von 2016 auf 2017 waren diese bei 610 Euro geblieben. Da jetzt höhere Kosten anfallen, sei laut Dufner-Wucher eine Erhöhung nötig. Der Ausschuss stimmte ihrem Vorschlag auf 650 Euro für den Laufmeter zu. Alle anderen Standgebühren bleiben.

Auch der Termin für den Weihnachtsmarkt im Jahr 2019 wurde am Mittwoch bereits festgelegt: Er soll von Freitag, 29. November bis Sonntag, 22. Dezember 2019 stattfinden. 

Diese Verbesserungsvorschläge hatten die Ausschussmitglieder:

• Bessere Information/Beschilderung über anwesende Stadträte in der Kempten Hütte (Ingrid Vornberger, SPD), Busverbindungen zum Hbf und Telefonnummern von Taxiunternehmen (Regina Liebhaber, SPD), Weihnachtsmarkt in der Stadt (Peter Wagenbrenner, CSU)

• Windgeschützte, überdachte Bereiche für die Besucher (Hartmann Th., Grüne)

• Wiederaktivierung des Krippenwegs hin zum Markt (Birgit Geppert, CSU)

• Schönere Dekoration der Kempten-Hütte (Geppert)

• Weihnachtsbähnchen wie in früheren Jahren (Wagenbrenner)

Susanne Kustermann

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