"Wichtig für die Gesellschaft"

Dr. Alois Kling (vorne v.l.), Leiter der Landwirtschaftsschule, Marcus Kirchmann, Helmut Nußbaumer, Johannes Stoll, Gertrud Knoll, stellvertretende Landrätin, sowie Willi Reitemann (hinten v.l.), Vorsitzender des Zweckverbandes Landwirtschaftsschule, Christoph Reiter, Angelika Epple, Kilian-Martin Rist und Rainer Hoffmann, Schulleiter der Landwirtschafts- und Alpwirtschaftsschule in Immenstadt. Foto: Kesel

„Auch in Zukunft wird das Gesicht des Allgäus durch die Kraft der Landwirtschaft gezeichnet werden“, sagte Bürgermeister Josef Mayr (CSU) bei der Schulabschlussfeier der Landwirtschaftsschule Kempten. 35 Studierende, davon 17 aus dem ersten und 18 aus dem dritten Semester, konnten für ihre erbrachten Leistungen ausgezeichnet werden. Mit erfolgreichem Abschluss des dritten Semesters erworben die Studierenden die Bezeichnung „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“, und haben nun die Möglichkeit, ins Berufsleben einzusteigen oder mit einer Meister-Ausbildung fortzufahren.

Der Bürgermeister beglückwünschte die Studierenden zu ihrem Abschluss, der ihnen garantiert beruflichen Anschluss sichere. Dennoch gebe es immer wieder neue Anforderungen, Entwicklungen und Katastrophen zu bewältigen. Mit Blick auf die aktuellen Vorgänge in Japans Atomkraftwerken rücke für die Absolventen zum Beispiel das Thema Bioenergie immer mehr in den Vordergrund, so Mayr. Gertrud Knoll, stellvertretende Landrätin, überbrachte Glückwünsche von Landrat Gebhard Kaiser (CSU) und forderte die Landwirte zu nachhaltigem Wirtschaften auf. „Bleiben Sie ideenreich und entscheiden Sie nach ethischen und sozialen Grundsätzen, denn der Beruf Landwirt ist sehr wichtig für die Gesellschaft“, so Knoll. Großes Interesse Der Vorsitzende des Zweckverbandes Landwirtschaftsschule, Willi Reitemann, erklärte anhand eines chinesischen Sprichwortes, dass es wichtig sei Verantwortung zu zeigen und sich für andere einzusetzen. Er appellierte an die Absolventen, auch in der Öffentlichkeit tätig zu sein, sich in der Kommunalpolitik, Verbänden und Vereinen zu engagieren, und ihr Berufsbild zu vertreten. Schulleiter Dr. Alois Kling wies in seinem Bericht über das Wintersemester 2010/11 auf die große Anzahl an Interessenten für eine Ausbildung an der Kemptener Landwirtschaftsschule hin: „Viele andere Schulen bringen überhaupt kein Semester zusammen. In unserem Praxisjahr sind aktuell wieder 30 Studierende angemeldet, die danach ins erste Semester starten.“ Zudem würdigte er die Studierenden als „ausgesprochen brave, lernwillige und unkomplizierte Semester“. Als es schließlich zur Auszeichnung der besten Absolventen und Überreichung der Zeugnisse und Urkunden kam, konnten sich die Geehrten über drei Stipendien für den Besuch eines Lehrgangs, Buch-Präsente und Geschenkgutscheine freuen. Im Abschlusssemester waren dies insbesondere Marcus Kirchmann aus Waltenhofen (1,42), Helmut Nußbaumer aus Ofterschwang (1,57), Johannes Stoll aus Oberreute (2,00), Christoph Reiter aus Wildpoldsried (2,14), Angelika Epple aus Günzach (2,21) und Kilian-Martin Rist aus Ratholz (2,21). Der Notendurchschnitt des Semesters lag bei 2,58. Die Besten des ersten Semesters waren Ferdinand Althaus aus Waltenhofen (1,33), Martin Deubele aus Stiefenhofen (1,33), Jürgen Rösch aus Kimratshofen (1,33), Manfred Kögel aus Wiggensbach (1,44) und Christian Haupt aus Lindenberg (1,55). Im ersten Semester lag der Durchschnitt bei 2,36. Der Schulsprecher Helmut Nußbaumer reflektierte für die Gäste die Zeit der schulischen Ausbildung in der Landwirtschaftsschule. Das dritte Semester sei vor allem von viel selbständiger Arbeit geprägt gewesen. „Für die Hausarbeit wurden viele Betriebe genau durchleuchtet, Optimierungen entdeckt und ausgearbeitet.“ So sei das Motto des Jahres „Handeln statt Jammern und Tun statt Sagen“ gut umgesetzt worden. Insgesamt sprach Nußbaumer von „anstrengenden, herausfordernden aber schönen vier Jahren mit seinen Kameraden“. In den zwei Fachvorträgen „Eutergesundheit – was tun bei Problemen?“ und „Tourismus im Oberallgäu – Nutzen von und für die Landwirtschaft“ stellten schließlich je ein Absolvent aus dem ersten und dem dritten Semester sein mittlerweile erworbenes Wissen unter Beweis.

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