Wichtige Hilfestellung

„So voll war es hier noch nie“, begrüßte Richard Wucherer, Rektor der Volksschule Durach, die von ihm geschätzten 500 Schüler und Eltern zur bereits seit vielen Jahren regelmäßig stattfindenden Berufsfindungsveranstaltung in der prall besetzten Schulaula. An der Pflichtveranstaltung für die achten und neunten Klassen – Siebt- und Zehntklässler konnten freiwillig teilnehmen – hätten sich 80 Firmen beteiligt, um rund 54 unterschiedliche Berufe vorzustellen, freute er sich über das Echo auch auf Unternehmerseite.

Ebenfalls für Auskünfte vertreten war die Agentur für Arbeit mit der Berufsberaterin Gabriele Bernsmann. Bereits vorinformiert, konnten die Schüler mit ihren Eltern gezielt drei in Frage kommende Berufe ansteuern, wo sie jeweils 20 Minuten lang von den Referenten der Unternehmen umfassend informiert wurden. Einen schweren Stand hatten die Vertreter noch neuer oder weitgehend unbekannter Berufe. Während sich Referenten unter anderem kaufmännischer Berufe oder auch der Polizei und Bundeswehr über starken Zulauf freuen konnten, war das Interesse an Berufsmöglichkeiten beispielsweise in der Systemgastronomie eher gering. Auch die Firma Geiger, die in insgesamt 14 Berufen ausbildet, hatte für die Veranstaltung mit Aufbereitungsmechaniker Sand und Kies, Verfahrensmechaniker Transportbeton und Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, drei eher unbekannte Zweige im Angebot. Zwar hielt sich der Zustrom dadurch in Grenzen, aber die Neugier der Besucher stieg deutlich, als Ingo Reichart von der Personalentwicklung über die Einsatz- und guten Aufstiegsmöglichkeiten berichtete. Da die praktischen Fähigkeiten für die Firma Geiger ausschlaggebend seien, gebe es in allen Berufen immer Absolventen aller Schultypen, ermunterte Reichart zur Bewerbung. Und „wer die Ausbildung bei uns gut macht, hat nahezu Übernahmegarantie“, setze er noch eins drauf. Großes Interesse an Polizei Mit Stehplätzen mussten dagegen viele Zuhörer vorlieb nehmen, die sich für eine Karriere bei der Polizei interessierten. Harald Wild, Einstellungsberater beim Polizeipräsidium Schwaben Süd-West, zeichnete ein spannendes Bild von der Arbeit der Ordnungshüter, bei der Kameradschaftsgeist ganz oben stehe. Für den Mittleren Dienst bräuchten Bewerber mindestens einen Hauptschulabschluss plus eine abgeschlossenen Berufsausbildung oder die Mittlere Reife – und gutes Deutsch, wie er außerdem noch betonte. Neben „gutem Geld“ bereits während der Ausbildung seien die Aufstiegsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt, egal welcher Schulabschluss vorliege, meinte er. Ein abschließender Erfahrungsaustausch der Referenten im Duracher Schulbistro bestätigte eine erfolgreiche Veranstaltung und schärfte das Bewusstsein der Vertreter unbekannter Berufe, mehr dafür zu tun, diese bekannter zu machen.

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