Wichtiger Bestandteil im sozialen Netz

Die Trommler vom Kinderdorf Siloah eröffnen die Veranstaltung. Foto: Schubert

Vor nunmehr zwanzig Jahren hat sich in Isny die Ortsgruppe des Kinderschutzbundes gegründet und in jahrelanger Arbeit unter der Führung der ersten Vorsitzenden Heide Wittner die Grundlage für alles geschaffen, was heute damit in Zusammenhang gebracht wird. Eine ganze Reihe der „Mitglieder der ersten Stunde“ war jetzt zur Jubiläumsveranstaltung gekommen und Kathrin Mengesdorf-Götz, die derzeitige Vorsitzende, konnte auf einen voll besetzten Saal blicken, als sie die Ehrengäste, Gäste und Kinder begrüßte.

Alle im sozialen Netzwerk tätigen hatten an Stellwänden einen Einblick in ihre Arbeit vermittelt. Die Trommler aus dem Kinderdorf Siloah hatten sich mit einigen ihrer Trommelmärsche noch einmal vorgestellt. Seit rund vierzig Jahren sind sie nun schon ein Teil des Isnyer Festprogramms, wenn es um die Sache der Kinder in dieser Stadt geht. Kathrin Mengesdorf -Götz konnte auch die Kinder der katholischen Kindergärten ankündigen, die munter und fröhlich auf die Bühne hüpften und gemeinsam ein Lied zum Besten gaben. Das war durchaus der richtige Einstieg zum Weltkindertag. Vor allem aber dankte die Vorsitzende den bisherigen Helfern, Spendern und Gründern der Ortsgruppe. Bürgermeister Rainer Magenreuter war ebenfalls gekommen und mit ihm eine ganze Reihe von Gemeinderäten quer durch die Fraktionen. Rathauschef Magenreuter konnte dem Ortsverein eine erfreuliche Botschaft überbringen. Der Ausbau in den Räumen des Kinderschutzbundes wird voran gehen. Das Material für die Umgestaltung des Spielzimmers übernimmt die Stadt und die Lehrwerkstatt der Firma Dethleffs wird für den dringend benötigten Innenausbau sorgen. Ein besonderer Dank ging an die Hildegard-Stiftung die mit ihrer großzügigen Unterstützung diese Veranstaltung erst möglich machte. Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Leutkirch hatten anschließend an die Begrüßungsreden ihre Auswertung von insgesamt 540 Fragebögen von Jugendlichen vorgestellt, die nach der Verwirklichung ihrer Rechte in Isny befragt wurden. Die Mehrzahl war dabei mit der Situation in Isny ganz zufrieden, einen geringeren Anteil an Unzufriedenen gab es selbstverständlich auch, denn auch in Isny scheint nicht in allen Familien die Sonne. Für Kinderrechte Das Blasorchester des Gymnasiums sorgte schließlich für eine weitere Auflockerung des Programms. Zwei Vertreter des Jugendgemeinderates in Weingarten stellten die bisher bei ihnen geleistete Arbeit vor und appellierten an die Entscheidungsträger in Isny, nun auch die Basis dafür zu schaffen und ernsthaft eine Vertretung der Kinder und Jugendlichen ins Auge zu fassen. Mit dem Vortrag von Dr. Maywald, Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind, ging der etwas offizielle Teil langsam zu Ende. Dr. Maywald ist ein engagierter Verfechter der Kinderrechte und appelliert unter anderem dafür, sie nicht nur bei der UNO und dem Europäischen Parlament beachtet zu sehen, sondern sie auch im Grundgesetz der Bundesrepublik zu verankern. Dann wurde es etwas lockerer und die Versteigerung der von der Grundschule bemalten Stühle wurden versteigert. Mit einem Gesamterlös von etwas mehr als 500 Euro waren die Stühle schnell vergeben. Die anschließenden Gespräche fanden dann noch im Foyer statt, wo man noch ein wenig verweilen konnte. Bürgermeister und Gemeinderat waren allerdings der Pflicht gehorchend ins Rathaus gezogen und absolvierten dort die ausstehende Sitzung. Seinen Stuhl hatte Magenreuter mitgenommen. Mal sehen wo er seinen Platz bekommt.

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