"Erleben – Begehen – Staunen"

Wiedereröffnung der König-Ludwig-Brücke mit "Pomp and Circumstances"

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Sowohl die geladenen als auch zahlreiche Zaungäste zur Wiedereröffnung der König-Ludwig-Brücke wollten sich auch die offizielle Eröffnung nicht entgehen lassen.

Kempten – Die dunklen Wolken hatten sich pünktlich verzogen und strahlendem Sonnenschein Platz gemacht. Den Organisatoren der offiziellen Feier zur Wiedereröffnung der König-Ludwig-Brücke am Freitag (sowie dem Bürgerfest am Samstag) war die Erleichterung anzusehen.

Irgendwie festlich wirkte auch der eigentliche Star der Feierlichkeiten, der sich selbstbewusst über die vielen prominenten Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spannte. Unter der ältesten erhaltenen Eisenbahnbrücke aus Holz tummelten sich auf verschiedenen Ebenen geladene und Zaungäste, um dem Festakt vor dem großen Bürgerfest beizuwohnen. 

Ein wohlgelaunter Oberbürgermeister Thomas Kiechle verkündete, sich auf eben diesen Tag „besonders gefreut“ zu haben und erinnerte an die Auszeichnung des Bauwerks „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“ im Jahr 2012 – in dem Jahr, in dem sie wegen umfangreicher Schäden in tragenden Holzbauteilen für viele Jahre geschlossen werden musste. Schließlich im vergangenen Jahr der „imposante Brückeneinhub“, durch vier Großkräne auf dem Schumacherring. Und mit Blick zur Brücke bescheinigte er, dass es neben der fachlich anspruchsvollen Sanierung gelungen sei, „einen funktionsfähigen Witterungsschutz herzustellen, der auch noch eine gewisse Durchlässigkeit zur Betrachtung des historischen Holzfachwerks ermöglicht“. 

Die König-Ludwig-Brücke erstrahlt in neuem Glanz

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Die König-Ludwig-Brücke wird eröffnet

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Weiter ging er auf den von vielen Seiten gelobten Außenbereich ein, der das gesamte Brückenensemble erlebbar machen soll. Dazu gehören u.a. ein Spielplatz, der die König-Ludwig-Brücke in Kleinformat zum Spielen aufgreift oder auch verschiedene Aufenthaltsbereiche und Wege, die treppauf-treppab die unterschiedlichen Ebenen erreichbar machen, zwei neue Schautafeln zum historischen Eisenbahnpfad und einiges mehr. 

Bevor Kiechle das Wort an MdB Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, übergab, hob er die Bedeutung der Brücke als „Alleinstellungsmerkmal für Kempten“ hervor, das für die Öffentlichkeit zugänglich sein müsse. 

Dem Motto „Erleben – Begehen –Staunen“ entsprechend „soll im Innenraum auf einer Zeitreise über 170 Jahre Kemptener Bau- und Industriegeschichte erzählt werden“, wofür derzeit ein Ausstellungskonzept erarbeitet werde und vom Stadtrat bereits Mittel bereitgestellt worden seien. „Bestens angelegtes Geld“ befand Mayer die Fördermittel, die in das „Leuchtturmprojekt“ König-Ludwig-Brücke geflossen seien. 

Seinen Erfahrungen getreu, ein Euro Bauförderung ziehe sieben weitere Euro privater oder kommunaler Investitionen nach sich, habe auch Kempten „die Chance genutzt, die gesamte Gegend hier noch attraktiver zu machen“. MdL Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, erinnerte sich daran, als Kind „unzählige Male darüber gelaufen“ zu sein. Allerdings habe sie da noch den „nüchternen Namen Illerbrücke I“ getragen. König-Ludwig-Brücke heiße sie erst seit 1988. In Erinnerungen schwelgte auch König Ludwig II. von Bayern, der mit einer Grußbotschaft höchstpersönlich aus Füssen gekommen war. 

Er lobte die Weitsicht seines Großvaters, der die Brücke zu verdanken sei. „Als der erste Zug darüber fuhr“, habe allerdings bereits sein Vater Kronprinz Maximilian in Bayern regiert. Nun hoffe er, dass das Erbe weiter gepflegt werde und sang zum Abschied noch mit sonorer Stimme vom „Bau einer Brücke wie ein Traum, aus der Asche empor und dem Himmel so nah“. 

Ähnliche Visionen entspannen die beiden Pfarrer Rupert Ebbers (katholisch) und Hartmut Lauterbach (evangelisch), die für die Kirchliche Weihe nicht nur die Jakobsleiter, sondern unter anderem auch die von Mensch zu Mensch, die Verbindung zwischen dem was war und was kommt und natürlich auch ganz schlicht die Verbindung zwischen zwei Stadtteilen im Auge hatten. Begleitet vom letzten musikalischen Beitrag des Kemptener Blechbläser-Quintetts, das den Festakt immer wieder aufgelockert hatte, bildete sich schnell eine aufwärtsstrebende Menschenschlange, um nun endlich einen Blick ins Innere der Brücke werfen zu können. 

Christine Tröger

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