Anschaffung von 3D-Drucker erleichtert

Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung unterstützt HS Kempten

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(v.l.) Alois Gromer, Stiftungsbeirat; Prof. Dr.-Ing. Regina Schreiber Studiengang Lebensmittel- und Verpackungstechnologie; Anna Liebrich, Doktorandin im Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie (KLEVERTEC); Stiftungsvorstand und Landrat a. D. Gebhard Kaiser; Stiftungsbeirätin Christine Mayr; Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt.

Mit Unterstützung der Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung konnte die Hochschule Kempten einen hochmodernen 3D-Drucker erwerben. 125.251 Euro stellte die Stiftung mit Sitz in Wiggensbach hierfür zur Verfügung. Die Spendenübergabe erfolgte in den Räumen von KLEVERTEC, dem Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie in der Heisinger Straße, Kempten. Träger ist die Hochschule Kempten, das Fraunhofer IVV fungiert als operativer Betreiber.

3D-Drucker gestalten bereits heute den Alltag von Menschen. Hörgeräte und Zahnersatz lassen sich im 3D-Druck – der Fachbegriff ist die additive Fertigung – schon heute herstellen. Von der Medizin bis zur Automobilindustrie, vom Flugzeug- bis zum Hausbau, überall ist das additive Fertigungsverfahren auf dem Vormarsch. Rasant schnell wird sich im Zuge der Digitalisierung diese dreidimensionale Produktionsmethode komplexer Objekte aus Kunststoff, Metall oder gemischten Materialien weiterentwickeln. Im Allgäu ist die Verpackungs- und Lebensmittelindustrie seit jeher stark vertreten. Auch diese Branche muss sich den Marktanforderungen stellen und erkennen, was die neuartige Technologie ermöglicht. Interessante Beschäftigungsmöglichkeiten warten also auf Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie.

„Die 3D-Druck-Technik ist mit die modernste Technologie überhaupt, sie wird zu einer industriellen Revolution führen“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt anlässlich der Spendenübergabe. Dass an der Hochschule Kempten diese innovative Technik in Lehre und angewandter Forschung eingesetzt werden könne, erfülle ihn mit Stolz. Bereits 2014, erinnerte sich der Professor, sei die Hochschule von der Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung mit einem mittleren fünfstelligen Betrag für die Anschaffung hochwertiger Laborgeräte bedacht worden. Dass nun die Zuwendung so großzügig ausgefallen ist, freue ihn sehr, er danke dem Stiftungsbeirat für seine Entscheidung. Die enge Verbundenheit, die die Stiftung gegenüber der Hochschule zum Ausdruck bringt, schätze man außerordentlich, so der Hochschulpräsident abschließend.

Die Freude, ein solches Gerät zur Verfügung zu haben, konnte auch Prof. Dr.-Ing. Regina Schreiber, wissenschaftliche Leiterin von KLEVERTEC, nicht verbergen: „Wir hatten nicht gedacht, dass wir so etwas Tolles bekommen“. Es sei wichtig, betonte die Professorin im Studiengang Lebensmittel- und Verpackungstechnologie, der Bereich, in dem das Gerät vor allen Dingen eingesetzt werden soll, dass bereits Studierende im Rahmen einer praxisorientierten Grundlagen-

ausbildung mit der additiven Fertigung vertraut werden. Mit dem 3D-Druck lassen sich verkürzte Produktentwicklungszeiten aufgrund der schnellen Verfügbarkeit von Prototypen und Werkzeugformen erreichen, so Regina Schreiber weiter. Die innovative Technik wird die klassischen Prozesse im Produktlebenszyklus komplett verändern, ist sie sicher.

„Wir konnten dazu beitragen, dass mit dieser Pionierausstattung die Studierenden das Modernste, was es auf diesem Sektor gibt, zur Hand haben“, freute sich Landrat a.D. Gebhard Kaiser, der in seiner Eigenschaft als Stiftungsvorstand sprach. Er sei überzeugt, dass man im Beirat ganz im Sinne von Fritz Englisch entschieden habe, dem es immer wichtig war, Zeichen der Zeit zu erkennen und Innovationen zu unterstützen. Gebhard Kaiser erinnerte an die bescheidenen beruflichen Anfänge von Fritz Englisch im Jahr 1946 und seinen Aufstieg, bis hin zur Gründung von EK-Pack Folien. Die Wertschätzung, die man seitens der Hochschule dem zwischenzeitlich verstorbenen Pionier der Verpackungsindustrie im Allgäu bei der Spendenübergabe vor drei Jahren entgegengebracht hat, fügte Stiftungsbeiratsvorsitzender Alois Gromer hinzu, habe diesem sehr gut getan.

Hildegard Ulsperger

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