"Will was voranbringen"

Harald Kneer (rechts) sorgt für neuen Drive im Lindenberger Jugendhaus. Foto: cut

Mittlerweile, nach einigen Monaten Erfahrung vor Ort, fragte die Redaktion den neuen Leiter des Lindenberger Jugendhauses nach Anspruch und Wirklichkeit. Harald Kneer musste, seit er im Jugendhaus tätig ist, vor allem überbrücken: Zu Beginn des Jahres ging der bisherige Jugendhausleiter Markus Strickerschmidt weg. Und bald darauf war Co-Leiterin Sylvia Albrecht im Mutterschutz.

Kneer sprang zunächst stundenweise ein. Doch selbst in den vier Monaten, in denen er offiziell das Jugendhaus leitet, wurde noch keine zweite Kraft gefunden. Und so merkte Kneer, dass er sich nicht zweiteilen kann: „Ich bin jemand, der etwas voranbringen will. Der offene Betrieb schluckt zu viele Ressourcen. Ich will versuchen, die Angebote qualitativ zu verbessern. “ Deshalb wurde kürzlich die Öffnungszeit leicht reduziert (Montag bis Donnerstag 15 bis 19 Uhr, Freitag 16 bis 21 Uhr). Konkret heißt das, nicht einfach bloß aufhaben, sondern auch Aktivitäten anbieten wie gemeinsam Sport treiben, bei schönem Wetter draußen mit Federball, Boccia, Basketball spielen oder kulturelle Angebote schaffen – etwa durch Workshops oder Konzerte von Lindenberger Schulbands. Harald Kneer, der das Jugendhaus für den Verein „Jim e.V. – Jugend im Mittelpunkt“ leitet, hat vier vorrangige Ziele: • Sinnvolle Freizeitgestaltung für Jungs und Mädchen • Kulturelle Veranstaltungen im Jugendhaus wie Konzerte, Lesungen, Vorträge etc. • Hilfsangebote für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen, beispielsweise am Übergang Schule–Beruf • Vernetzung mit anderen Institutionen So hat im Mai bereits ein Sprayer-Workshop im Jugendhaus stattgefunden, der aus zwei Teilen bestand. Zum einen konnten die Jugendlichen sich unter Anleitung von zwei Grafikern aus Ravensburg auf Leinwänden austoben. Heute Konzert Diese Graffitis werden noch gerahmt und im Jugendhaus ausgestellt. Ferner gestalteten Grafiker eine Wand im Jugendhaus nach der „künstlerischen Anleitung“ der Jugendlichen. Für diesen Sommer sind zwei Konzerte geplant, zum Beispiel am heutigen Samstag, 1. September, mit „Jump the Shark“ und anderen Bands. Und auch einen Ausflug wird es geben. Überdies sollen Jugendliche, wenn sie mit Fragen kommen, zum Beispiel bei Bewerbungen oder sonstigen persönlichen Problemfeldern, nicht allein dastehen. Zu den Öffnungszeiten finden sich im Jugendhaus täglich zwischen 15 und 35 Jugendliche ein, im Alter zwischen 13 und 22 Jahren, die entweder in die Hauptschule gehen, oder Mittlere Reife und Fachabitur anstreben oder auch in der Lehre sind. Meist sind es Jugendliche, die nicht in Vereinen organisiert sind. Ein kleines wöchentliches Highlight im Jugendhaus ist das Kochen oder Backen mit Eva, jeweils Dienstagabends. Da wird zusammen gebrutzelt oder Teig geknetet und dann geschmaust.

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