Windräder im Allgäu

Ein empfindliches Thema

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Das Schreiben an den Regionalverband Bodensee-Oberschwaben beschäftigt in der Sitzung den Gemeindrat und die Ortschaftsräte.

Isny – Die Isnyer Stadtverwaltung ist wirklich bemüht die Bürger mit ins Boot zu holen, wenn es um Entscheidungen geht, die mehr sind als das übliche Tagesgeschäft. Da ist das Thema Windenergie keine Ausnahme und hier kann man auch mit einer größeren Zahl von Zuhörern rechnen, die pro oder kontra reagieren werden. Nicht umsonst hatte Bürgermeister Rainer Magenreuter die entsprechende Gemeinderatssitzung vergangene Woche in den großen Saal des Kurhauses gelegt und die Ortschaftsräte von Neutrauchburg und Beuren mit eingeladen.

Im Prinzip ging es nur um die Stellungnahme der Stadt und den Hinweis auf Schutzgut Mensch und Schutzgut Landschaft. Auch die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse, Wasserrechte und Darstellung der Sorgen und Ängste der Bürger in diesem Gebiet um den Beurener Berg sollten formuliert werden. Die Ansätze für eine Grundsatzdiskussion zu diesem oft besprochenen Thema konnte in seiner Tiefe vermieden werden. Eine grundsätzliche Entscheidung des Gemeinderates für oder gegen den Ausbau der Windenergie auf dem Beurener Berg wurde trotzdem gefordert. In einer den nächsten Sitzungen wird das auch auf der Tagesordnung stehen, versicherte Magenreuter. „Das ändert aber nichts daran, dass die Stellungnahme der Stadt an den Regionalverband erst einmal auf den Weg gebracht werden muss.“

Nach einer kurzen Beratung der Ortschaftsräte wurde noch der letzte Absatz abgeändert. Da heißt es nun: „Vor dem Hintergrund der dargestellten Problemfelder fordert die Stadt Isny im Allgäu, dass eine erneute Abwägung unter Berücksichtigung der städtischen Auffassung und Neugewichtung der Auswirkungen auf die Schutzgüter am Standort Beurener Berg vorgenommen wird.“ Dem Beteiligungsverfahren ist somit Genüge getan Baurechtssachverständiger Pit Hummel verdeutlichte einmal mehr: Eine Bauverhinderungsplanung wird vor keinem Gericht Bestand haben und die Entscheidungen liegen auch nicht bei der Stadt Isny.

Gemeinderat Gebhard Mayer von den Freien Wählern sagte: „Das Thema Wind ist nicht nur ein Politikum und die Problematik wird nur vor Gericht entschieden. Ein Investor mit einem guten Anwalt wird auf alle Fälle bauen können. Wir sollten aufmerksam bleiben. Wenn es schon dazu kommt, dann sollten wird wenigstens davon profitieren“, so Mayer. „Eine genossenschaftliche Regelung wäre für uns wahrscheinlich dann die beste“, meinte der Gemeinderat. Manfred Schubert

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