"Wir gehen davon aus, dass es hält"

Seit Mittwoch rollt der Verklehr auf der B19 zwischen Waltenhofen und Kempten wieder in beide Fahrtrichtungen.

Über ein Weihnachtsgeschenk vom Staatlichen Bauamt dürfen sich die zahllosen Pendler im, Kreis freuen: Seit Mittwochnachmittag ist die B19 bei Waltenhofen/Hegge wieder für den Verkehr freigegeben. Nach einem Hangrutsch vor sechs Wochen musste die Straße in Richtung Kempten gesperrt werden, um den Untergrund zu stabilisieren. Die Ursachen des Unglücks untersucht derweil das Landgericht Kempten in einem Beweissicherungsverfahren. Nichts desto trotz – der Verkehr rollt wieder. „Die Hauptsicherungsarbteiten sind abgeschlossen“, freute sich Bruno Fischle, Leiter des Staatlichen Bauamts.

Während die Firma WTI das Erdreich am Unglücksort mit Schottersteinen wieder verfestigte, mussten etwas weiter südlich von der Baufirma Oberall Bau zwölf bis 15 Meter tiefe Löcher in den Boden gebohrt werden. 42 Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 88 Zentimetern wurden anschließend mit Beton-Kopfbalken verbunden. Das Wasser kann über kleine Schächte aus dem Hang fließen. „Wir gehen davon aus, dass die Sicherung hält“, erläuterte Bruno Fischle, Leiter des Staatlichen Bauamts bei einem Ortstermin. Fischle zeigte sich vor allem über die schnelle und unbürokratische Lösung des Problems erfreut. Ohne Ausschreibung habe man die beiden Firmen bereits am 2. Dezember mit den Arbeiten beauftragen können. Hätte man die Arbeiten ausgeschrieben, wäre es wohl zu wochenlangen Verzögerungen gekommen. „Die B19 hätte dann aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden müssen.“ Mit Hochdruck sei seitdem am Hang gearbeitet worden, um pünktlich zu Weihnachten fertig zu werden. „Das ist also ein Geschenk der beiden Firmen an die Verkehrsteilnehmer“, frohlockte Fischle. Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf rund 600 000 Euro. In den kommenden Monaten soll nun die Böschung an der B19 wieder aufgebaut. Außerdem muss im nächsten Jahr die Fahrbahndecke zwischen Kempten (ab etwa Firma Edelweiß) und Hegge erneuert werden, die durch zahlreiche tiefe Risse beschädigt ist. Aus diesem Grund wird die Straße dann erneut gesperrt. Zu Schäden an den dort stehenden Häuser sei es bislang aber nicht gekommen. Wie es überhaupt zu dem Hangrutsch kommen konnte, wird derzeit vom Landgericht Kempten im Rahmen eines Beweissicherungsverfahrens untersucht. Im Raum steht die Vermutung, dass die Arbeiten am Gewerbegebiet Hegge-Nord die Rutschung ausgelöst haben könnten. „Wir hoffen auf ein klares Ergebnis“, so Fischle zum Beweissichrungsverfahren.

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