"Wir sind alle dagegen"

Rechts soll das Neubaugebiet entstehen. Die gegenüberliegenden Anwohner sind allerdings alles andere als begeistert von den Plänen der Stadtverwaltung. Foto: Matz

Vor Ort besichtigt hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung das künftige Wohnbaugebiet Am Petzenbühl in Heiligkreuz. Grund für die Ortsbesichtigung war der Missmut der Anwohner gegenüber den Plänen der Stadt, dort ein kleines Wohngebiet auszuweisen.

Mit einer Unterschriftenaktion haben die Anwohner ihren Unmut gegenüber der Bauverwaltung und OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) geäußert. „Wir sind eigentlich alle dagegen“, sagte ein Anlieger gegenüber dem KREISBOTEN. „Dass hier gebaut wird, steht fest“, betonte derweil OB Netzer. Bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans sei klar signalisiert worden, dass grundsätzlich Wohnbau auf der freien Wiese befürwortet wird. „Es gab ein klares 'Ja'.“ Entstehen soll ein kleines Wohngebiet zur Erweiterung von Heiligkreuz. „Wir sind noch in einem sehr frühen Stadium“, erläuterte Stadtplanungsamtsleiterin Antje Schlüter. Der Bebauungsplan werde gerade erst aufgestellt. Angedacht sei eine lockere Bebauung mit zweigeschossigen Einfamilienhäusern, die in Richtung Norden über eine Stichstraße und in Richtung Süden über eine Ringstraße erreichbar sein sollen. Den Bedenken der Anwohner, dass die Wiese nicht für Bebauung geeignet sei, entgegnete sie, dass es sich um eine normale landwirtschaftliche Wiese handle. Allerdings geht das Baugebiet nicht weit in Richtung Norden (Neuhausen), da dort Torfboden ist. „Schade, dass es die letzten Tage nicht geregnet hat, sonst stünde hier alles unter Wasser“, meinte ein Anwohner gegenüber dem KREISBOTEN. Ab 2012 wird gebaut Die Straße soll direkt neben dem Trafohäuschen des AÜW in das Wohngebiet führen. Die Erschließung des Areals sei für Herbst geplant, meinte Schlüter. Ab dem Frühjahr 2012 könnten dann bereits die ersten Häuser entstehen. „Warum kann man nicht zuerst die offenen Baulücken in Kempten füllen“, fragte ein Bürger. Dazu meinte Schlüter, dass viele junge Familien bauen wollen und es für die nicht überall optimal sei. „Hier gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule“, sagte sie. Vom Wohngebiet aus soll es zudem eine Wegeverbindung zum Spielplatz geben. Wie es mit den Plänen zum neuen Wohngebiet Am Petzenbühl weitergeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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