"Wir sind ein starkes Team"

Nach der Frühjahrsvollversammlung tauschen sich Delegierte und Gäste miteinander aus. Foto: Kampfrath

Der Stadtjugendring (SJR) Kempten möchte in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden. Das verdeutlichte Stefan Keppeler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, bei der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung am Montag im Jugendzentrum St.-Mang. Dabei will der SJR auf die klassischen und die neuen Medien setzen.

„Wir haben nun ein Jahr als neuer Vorstand hinter uns“, sagte Keppeler. Dort habe man viele Prozesse gesteuert. „Wir sind ein starkes Team.“ Es habe zwei Vorstandsklausuren gegeben. „Dabei definierten wir drei Arbeitsfelder“, so der 36-Jährige. Dies seien die Zukunftswerkstatt, die sich unter anderem mit dem demografischen Wandel beschäftige, die Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden. Die Inklusion, also die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in das gesellschaft- liche Leben, sei dem SJR sehr wichtig. „Das Thema hat viel mit dem Thema Respekt zu tun“, erklärte Keppeler. So habe der SJR dieses Jahr an Ostern die Initiative „Barriere (los) geht’s“ gestartet. Dabei untersuchen Jugendliche aus St.-Mang gemeinsam mit Menschen mit Behinderung den Stadtteil nach möglichen Barrieren. „Wir wollen weiterhin Begegnungsräume bei der Inklusion schaffen und ein tragfähiges Netzwerk kreieren“, versicherte der Vorsitzende. Er verwies darauf, dass der Stadtjugendring Träger der beiden gebundenen Ganztagesklassen an der Nordschule sei. „Unser Kinder- und Jugendhilfsfonds ‚Plan B‘ ermöglichte, dass Jugendliche nicht ausgeschlossen werden.“ Stefan Keppeler dankte dem Allgäuer Überlandwerk, der Sozialbau, der Allgäuer Volksbank und dem Klinikum Kempten, da sie die Startfinanzierung des Fonds gesichert hätten. An die Beendigung des Projekts „Soziale Stadt St. Mang“ zum 31. Dezember 2010 erinnerte Johannes Messe, stellvertretender Vorsitzender des SJR. Doch durch die Regelförderungsangebote der Stadt Kempten habe der SJR die sozialintegrativen Maßnahmen in St.-Mang fortführen können. Messe kam auch auf die Nutzung der neuen Medien zu sprechen. „Wir haben unsere Website überarbeitet.“ Durch die dreitägige Veranstaltung „F1-Online“ hätten Jugendliche viel über die Gefahren des Internets gelernt. Der Vorstand habe sich die neue Plattform „Sharepoint“ erarbeitet. „Der SJR Kempten hat jetzt auch eine Seite bei Facebook“, berichtete Messe. Die Stadt Kempten brauche den SJR als Partner, erklärte die Jugendbeauftragte Regina Liebhaber. „Die Arbeit findet mit hoher Qualität und zukunftsweisenden Ideen statt.“ Der SJR habe eine „gesunden Mischung“ aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Inklusion funktioniere nur, wenn man sie praktiziere. „Der neue Vorstand hat sich super eingefunden, aber ich habe nichts anderes erwartet“, meinte Liebhaber, die bis vor einem Jahr Vorsitzende des SJR Kempten war. Alexander Haag, Geschäftsführer des Stadtjugendrings, stellte den Haushaltsabschluss des Jahres 2001 vor. „Wir entnahmen 2505 Euro aus den Rücklagen, um alle Zuschüsse gewähren zu können.“ Größter und beständigster Geldgeber sei die Stadt Kempten. „Die Haushaltsabwicklung wird immer aufwendiger“, so Haag. Denn es müssten immer mehr Belege gesammelt werden. Danach hatten die 28 anwesenden Delegierten die Wahl zwischen einem Workshop für Printmedien und einem für neue Medien. Die Gäste bildeten eine eigene Arbeitsgruppe. „Wie gefällt Ihnen das Logo des Stadtjugendrings mit den Regenbogenfarben?“, fragte Beisitzerin Daniela Mayr. „Ich finde die Farben frisch und lebendig“, antwortete Hans Spitzer, Einzelpersönlichkeit des SJR. Stadtrat Josef Leonard Schmid (CSU) hingegen war der Meinung, dass das Logo unprofessionell aussehe. „Der bayerische Jugendring ist sehr aktiv und besucht regelmäßig die Fraktionen des Landtags“, betonte der Landtagsabgeordnete Leopold Herz (FW). Stefan Keppeler schlug vor, dass der Kemptener SJR zu den Fraktionen des Stadtrats gehen könne. Stadträtin Ingrid Vornberger (SPD) fand diese Idee gut. „Ich bekomme zwar die Magazine ‚Report‘ und ‚Impuls‘, würde aber gerne öfter etwas über den SJR erfahren“, so Stadtrat Herbert Karg (FW). „Die Rückmeldung und die Diskussion zwischen SJR und Jugendamt ist extrem wichtig“, bekräftigte Thomas Reuß, Leiter des Jugendamts Kempten. Newsletter gewünscht Beisitzerin Franziska Limmer fasste die Ergebnisse der Gruppe zusammen, die sich mit den Printmedien beschäftigt hatte. „Von 24 Mitgliedsverbänden hatten 13 keinen Artikel im Kreisboten oder der Allgäuer Zeitung.“ Der SJR könne bei der Pressearbeit helfen. Die Delegierten des Workshops über neue Medien wünschten sich einen zentralen Newsletter, so Beisitzerin Sabine Daufratshofer. „Ein anderes Ergebnis war, dass der SJR die Verbände über den Umgang mit sozialen Netzwerken beraten sollte.“ Stefan Keppeler erinnerte daran, dass es noch eine freie Position im Vorstand gebe. Doch bei der Nachwahl fand sich dafür kein Kandidat.

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