ZUM wird erweitert

In der Bodmanstraße entstehen im kommenden Jahr drei neue Bushaltestellen. Foto: Läufle

Um die steigenden Fahrgastzahlen bewältigen zu können, soll die ZUM in den kommenden drei Jahren Schritt für Schritt erweitert werden. Geplant sind fünf neue Bushaltestellen, drei im Bereich der Bodmanstraße und zwei im nördlichen Abschnitt der Königsstraße. Zudem werden die Bussteige behindertengerecht und barrierefrei umgestaltet, die Fahrbahnschäden beseitigt und Querungshilfen für die Fußgänger angebracht.

Die Fahrgastzahl hat sich seit Bestehen der Zentralen Umsteigestelle im Jahr 1995 bis heute um circa eine Million Fahrgäste pro Jahr auf circa 6,5 Millionen erhöht. Diese Zahlen nannte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Donnerstag im Bauausschuss. „Somit hat sich auch die Anfahrt durch Busse von etwa 700 pro Tag auf derzeit 850 Linienfahrzeuge erhöht. Die Kapazität der ZUM reicht daher nicht mehr aus“, verdeutlichte Wiedemann den Stadträten. Um dem erhöhten Fahrgastaufkommen und der Mehrung der Busse gerecht zu werden, werden im kommenden Jahr in einem ersten Bauabschnitt fünf neue Bushalte- punkte in der Bodman- bzw. Königsstraße errichtet. Die Maßnahmen sind dem Tiefbauamtsleiter zufolge aufgrund der geringeren Fahrgastzahlen und der Witterung in den Oster-, Pfingst- oder gegen Ende der Sommerferien geplant. In der Bodmanstraße entstehen dann drei und in der Königsstraße zwei neue Bushaltestellen, die barrierefrei gestaltet werden. Zudem sollen taktile und optische Leiteinrichtungen den Zugang zu den Bussen und die Querung der Fahrbahnen erleichtern. Die Bussteige werden mit Fahrgastunterständen versehen. Die an der Königsstraße liegenden Motorradstellplätze werden verlegt. Klare Gliederung Ebenfalls im kommenden Jahr werden die Standflächen der Busse, die durch die Schubkräfte auf den Untergrund stark verformt sind, saniert. „Um den Eingriff möglichst gering zu halten, werden die Standflächen von den Fahrgassen abgetrennt um eine klare Gliederung der Verkehrsräume zu schaffen“, erläuterte Wiedemann. Die geschädigte Asphaltfläche wird durch eine Betonfläche ersetzt. Dabei soll möglichst viel der vorhandenen Bausubstanz erhalten werden. Die Pflasterflächen der Bussteige werden behindertengerecht umgebaut. In einem zweiten Bauabschnitt werden im Jahr 2014 der Asphaltbelag und die Busaufstellflächen am Albert-Wehr-Platz Süd und in der Königsstraße erneuert. Die Bussteige und Übergänge werden ebenfalls barrierefrei gestaltet und die Pflasterflächen neu verlegt. Zudem wird die Lage der Bussteige geringfügig, nach den Erfahrungen der letzten Jahre, angepasst. Die Fußgängerquerungen werden durch farbliche Hervorhebungen gekennzeichnet. Im Jahr 2015 folgt schließlich der Umbau in der Linggstraße und am Albert-Wehr-Platz Ost. Dort erfolgen die gleichen Maßnahmen wie im Jahr zuvor am südlichen Platz und in der Königsstraße. „Aufgrund des relativ guten Straßenzustandes in den Restflächen und zur Abgrenzung von Fahrspuren und Bushaltestreifen soll der bauliche Eingriff so gering wie möglich gehalten werden“, betonte Wiedemann. Die Kosten für Erweiterung und Umbau schätzt der Tiefbauamtsleiter derzeit auf insgesamt rund 840 000 Euro. Die Mittel müssen in den Haushalten 2013, 2014 und 2015 bereitgestellt werden. Für den barrierefreien Ausbau sollen Zuschüsse bei der Regierung von Schwaben beantragt werden. Die Planung ist bereits mit der Verkehrsgemeinschaft Kempten, dem Kemptener Verkehrsbund, den betroffenen Bus- unternehmen und der Organisation der Festwoche abgestimmt. Mit dem Behinderten- beirat gab es ebenfalls schon Vorgespräche. Die Stadträte waren mit der vorgestellten Planung einverstanden und beschloss einstimmig die abschnittsweise Umsetzung. Zudem empfahlen sie dem Finanzausschuss die Bereitstellung der Mittel. „Es ist sehr gut, dass das Problem nun angepackt wird und Lösungen gesucht wurden“, meinte Harald Platz (CSU). Siegfried Oberdörfer (SPD) gab zu bedenken, dass die Ampelschaltungen in der Königs- und Bodmanstraße angepasst werden müssen, damit die Busse nicht zu lange an den Ampeln stehen. Das werde im Rahmen des Gesamtverkehrsplans beachtet, so Wiedemann.

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