Offenes Ohr für Anliegen

"Wunderbar in der Region verankert"

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Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler (links) schildert seine Eindrücke von der Hochschule Kempten. Hochschul-Präsident Dr. Robert F. Schmidt lauscht gespannt.

Kempten – Angetan von der Atmosphäre in der Hochschule Kempten war der neue Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, Bernd Sibler (CSU), am Mittwochvormittag bei seinem Besuch anlässlich seines Amtsantritts.

„Das Wollen, den Standort weiterzuentwickeln ist deutlich zu spüren“, sagte er im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidium und der Studierendenvertretung der Hochschule.

Zusammen mit Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle (CSU) habe er sich vorgenommen, alle Universitäts- und Hochschulstandorte in Bayern zu besuchen, meinte Sibler. „In Kempten habe ich heute neu gelernt, dass die Hochschule wunderbar in der Region verankert ist.“ Die Hochschule knüpfe an den wirtschaftlichen Bereich der Region an.

Als Nachweis für einen guten Standort bezeichnete Sibler steigende Studierendenzahlen (in Kempten stieg die Zahl der Studenten in den vergangenen Jahren auf rund 5000). Zieht es immer mehr Studenten an eine Hochschule, ist das für Sibler ein Qualitätsnachweis für gute Forschung und Lehre.

Im Gespräch mit den Hochschul-Verantwortlichen sei der Wunsch nach dem Ausbau des Gesundheitsbereichs angekommen. Im Bezug auf eine mögliche Außenstelle der Hochschule in Kaufbeuren mit dem Schwerpunkt „Gesundheit und Generationen“ (der Kreisbote berichtete mehrfach) sagte Sibler nur, dass es einer Einzelfallbetrachtung bedarf, um zu bewerten, ob eine Auslagerung von Studiengängen sinnvoll sei. Allgemein meinte er jedoch, dass für eine Auslagerung einzelner Studiengänge Grundvoraussetzungen da sein müssten. „Eine Außenstelle einer Hochschule kann nur dort entstehen, wo die wirtschaftliche Struktur vorhanden ist und die Kommunalpolitik dahinter steht“, so Sibler.

Die Mitglieder der Studierendenvertretung sprachen im Gespräch mit Sibler Themen wie eine Kapazitätserweiterung für Masterstudiengänge, mehr Laborräume oder den Ausbau der durch das Wachstum der Hochschule in den vergangenen Jahren mittlerweile zu klein gewordenen Mensa an. „Vielleicht können wir hier zum nächsten Wintersemester schon mit einem Provisorium oder sogar einem Anbau helfen“, stellte Sibler eine Erweiterung der Mensa in Aussicht.

Hochschul-Präsident Dr. Robert F. Schmidt und Nadja Arendt, Vorstand des studentischen Konvents, bedankten sich bei Wissenschaftsstaatssekretär Sibler für den Besuch in Kempten und das offene Ohr für die verschiedenen Themen und Anliegen. „Wir haben schon immer ein hervorragendes Verhältnis zu unserem Ministerium“, meinte Schmidt. Sibler lobte abschließend die Zusammenarbeit zwischen Hochschulverantwortlichen und Studenten.

Melanie Läufle

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