100 Wohneinheiten sollen auf ehemaligem Klinikgelände entstehen

"Die Ampel steht auf Grün"

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In dem ehemaligen Klinikgebäude sollen rund 100 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe entstehen.

Kempten – Mit einem Jahr Zeitverzug wurde am vergangenen Donnerstag der Bebauungsplan für das ehemalige Gelände des Klinikums Memminger Straße vom Bauausschuss beschlossen. Der Stadtrat soll in seiner kommenden Sitzung die endgültige Entscheidung fällen.

 

Bereits im November 2015 wurde eine Überarbeitung des Entwurfs und eine erneute Auslegung sowie Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern beschlossen. Gründe dafür waren erweiterte immissionsschutzrechtliche Festsetzungen und eine schalltechnische Untersuchung des Ingenieurbüros Möhler + Partner.

Um die städtebaulichen Ziele für das Bebauungsgebiet zu sichern, wurde am vergangenen Donnerstag auch ein städtebaulicher Vertrag mit der Grundstückseigentümerin Millenium Building Palladio GmbH mit Sitz in Grünwald beschlossen. Der Vertrag sieht vor, dass vom Grundstückeigentümer eine Schallschutzwand mit sechs Metern Höhe errichtet wird – die Hainbuchhecke soll dabei bestehen bleiben – und auch ein lärmmindernder Asphalt auf einem Teil der Memminger Straße hergestellt wird, um gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse in dem ehemaligen Klinikgebäude mit Waschhaus zu gewährleisten. Die Millenium Building Palladio GmbH zahlt der Stadt Kempten eine Ablösepauschale in Höhe von 329.000 Euro, im Gegenzug ist die Stadt Kempten dauerhaft für die Erneuerung des lärmmindernden Asphalts zuständig.

100 Wohneinheiten in einem Gebäude

Insgesamt 100 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe, von etwa 23 bis über 100 Quadratmeter Wohnfläche, sollen in dem ehemaligen Klinikgebäude untergebracht werden. „Premium Studentenwohnungen“, wie Siegfried Oberdörfer (SPD) witzelte. Das Dachgeschoss soll mithilfe von Dachgauben zu Maisonette-Wohnungen umgebaut werden. In Richtung Osten sind Balkone angedacht. In einer zweigeschossigen Tiefgarage sollen 106 Stellplätze untergebracht werden, zusätzlich sollen 13 oberirdische Parkplätze entstehen.

Im ehemaligen Waschhaus soll eine Wohnfläche mit 377 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Die Baugenehmigung könne allerdings erst nach der Stadtratssitzung erteilt werden, erklärte Dr. Franziska Renner, Leiterin des Bauordnungsamts. Und wenn auch die letzten Bedingungen des städtebaulichen Vertrags bis zur Stadtratssitzung eingegangen sind, dann „steht die Ampel auf Grün“, so Stadtplanerin Antje Schlüter.

Lea Stäsche

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