Sozialbau feiert Fertigstellung und "Baggerbiss"

Ein Projekt jagt das nächste

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Mit einem „Baggerbiss“ feierte die Sozialbau am vergangenen Freitag den Baustart für den Wohnpark „Jakobwiese-Südwest“. Den gleichzeitigen Spatenstich nahmen (v.l.) Architekt Stephan Walter, Tobias Dieng (Bauunternehmen Xaver Lipp), Baureferent Tim Koemstedt, Sozialbau-Chef Herbert Singer, OB Thomas Kiechle und Wendelin Hönisch (Bauunternehmen Xaver Lipp) vor.

Kempten – Einen doppelten Grund zum Feiern hatte die Sozialbau vergangenen Freitag im Kemptener Westen. Mit rund 200 Gästen (Anwohner, Eigentümer der neuen Wohnungen, Stadtverwaltung, Stadträte) wurde zum einen die Fertigstellung von 82 Wohnungen auf der „Jakobwiese-West“ gefeiert, zum anderen der Baustart für den Wohnpark „Jakobwiese-Südwest“ mit einem „Baggerbiss“ eingeleitet. Hier entstehen nochmals 98 Wohnungen.

21 Millionen Euro hat die Sozialbau nach Angaben von Geschäftsführer Herbert Singer im Wohnpark „Jakobwiese-West“ verbaut. Nachdem die ersten Eigentümer ihre neuen Wohnungen bereits im Frühjahr und Herbst 2014 beziehen konnten, sind seit 1. Juli nun alle 82 Wohnungen bewohnt. Die Räume für die Physiotherapie seien ebenfalls bereits angefragt. Mit einer Bauzeit von nur zweieinhalb Jahren war der Wohnpark sogar drei Monate vor der geplanten Fertigstellung fertig.

Alle Wohnungen und die Tiefgarage mit 93 Stellplätzen sind barrierearm mit Aufzügen erschlossen. Damit wird der Wohnpark auch den derzeitigen Ansprüchen gerecht, wie Singer meinte, denn Barrierefreiheit sei heutzutage „ganz wichtig“. Damit sind zumindest bautechnisch die Voraussetzungen für Senioren geschaffen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. „Aber auch für Mütter mit Kinderwagen ist es wesentlich angenehmer, mit dem Aufzug vor die Wohnungstür zu fahren“, betonte Singer.

Die Energieversorgung der neuen Wohnungen erfolgt über das Blockheizkraftwerk des Cambomares.

Gerade ist das eine Projekt abgeschlossen, schon packt die Sozialbau das nächste an. Im letzten Bauabschnitt nach jahrzehntelanger Bautätigkeit auf der „Jakobwiese“ wird nun noch die Südweststrecke mit 98 Miet- und Eigentumswohnungen in acht Gebäuden und einer Tiefgarage mit 110 Stellplätzen bebaut. Rund drei Jahre sind die Bebauung hier veranschlagt, im ersten Bauabschnitt werden bis Jahresende 2016 nun erst einmal 49 Wohnungen hergestellt. „Die Nachfrage ist auch hier sehr gut, für die 49 Wohnungen haben wir bereits über 40 Käufer“, so Singer. Alle Wohnungen sind süd- oder westorientiert und meist dreiseitig belichtet. Die architektonisch reizvolle geknickte Hausform bietet den künftigen Bewohnern viel Privatsphäre auf Balkonen bzw. Terrassen und Freiflächen. Die Außenanlagen werden so gepflanzt, dass parkähnliche Grünflächen entstehen. Erbaut wird der Wohnpark „Jakobwiese Südwest“ im energetisch effizienten KfW70-Standard. Die zukunftsweisende Energieversorgung erfolgt auch hier über ein regenerativ betriebenen Nahwärmenetz.

„Ich glaube, dass es sich hier gut leben lässt“, meinte OB Thomas Kiechle am Freitag bei der Feier. Die Anwohner der „Jakobwiese“ seien umgeben von einem großen Naherholungswert. Seit der Aufstellung des ersten Bebauungsplans im Jahr 1990 seien circa 490 Wohneinheiten entstanden. Mit der vom f64-Architekturbüro geplanten „aufgelockerten Bebauung“ entstehe ein weiteres „attraktives Wohngebiet“ mit dem sich der Stadtteil nun schließe.

Im Rahmen des Festes am Freitag, das für die Gäste kostenloses Essen und Getränke bot und von Sarah und Lena Buchner am Saxophon musikalisch umrahmt wurde, vergaß Sozialbau-Chef Singer auch nicht, allen Beteiligten zu danken. „Ich zieh gerade bei diesen Temperaturen zurzeit den Hut vor der Leistung der Leute auf der Baustelle“, betonte er. Den Anwohnern der „Jakobwiese“ versprach er „ein großes Fest für die gesamte Jakobwiese“, wenn alles fertig ist.

Melanie Weidle

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