Ein toller Vergleich

Xaver Wölfle feiert sein 45-jähriges Priesterjubiläum: Pfarrer als Omnibusfahrer

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Der Ruhestandsgeistliche Xaver Wölfle beging während des Gottesdienstes in Dietmannsried sein 45-jährige Priesterjubiläum. Rechts im Bild Pfarrer Dr. Martin Awa.

Dietmannsried – Mit einem Festgottesdienst feierte die Pfarreiengemeinschaft (PG) Dietmannsried das 45-jährige Priesterjubiläum des Ruhestandsgeistlichen Xaver Wölfle.

Der leitende Pfarrer Dr. Martin Awa gratulierte dem Seelsorger und sprach ihm seinen Dank für die aktive Mithilfe in der Pfarreiengemeinschaft aus. Er sei sehr froh darüber, ihn an seiner Seite zu haben, so Awa. Kirchenpfleger Stefan Munz überbrachte dem Jubilar mit einem Geschenk die Glückwünsche der gesamten PG Dietmannsried. In seiner Predigt verglich Pfarrer Wölfle den Beruf des Priesters mit dem eines Busfahrers. Den meisten Menschen sei nicht mehr bewusst, dass sich das Wort „Bus“ vom lateinischen Begriff „omnibus“ ableite, was „für alle“ bedeute, so der Geistliche. 

Ein Priester sei deshalb ein Omnibusfahrer, er fahre ein Fahrzeug für alle. Weiter sprach der Ruhestandspfarrer von seinen Etappen im bisherigen Leben und bezeichnete diese als „seine Haltestellen“. Als ältester von vier Söhnen wurde Xaver Wölfle vor gut 70 Jahren in Überbach-Langenzeil in einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb geboren. Auf Betreiben des damaligen Pfarrers Karl Wesle besuchte er ab 1959 das Carl-von-Linde-Gymnasium und das Studienseminar St. Magnus in Kempten. Nach dem Abitur ging Wölfle 1968 ins Priesterseminar nach Dillingen und studierte zunächst an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Dillingen, dann in Freiburg und schließlich an der damals neuen Universität in Augsburg. 

Von Bischof Dr. Josef Stimpfle wurde er 1974 in der Basilika von Ottobeuren zum Priester geweiht. Die Primiz feierte Xaver Wölfle am 30. Juni in Dietmannsried. Sein Primizspruch lautete: „Aus den Menschen genommen – für die Menschen bestellt.“ (Hebr. 5.1). Die ersten priesterlichen Stationen waren Buchloe, Augsburg-Haunstetten und Memmingen. Seine erste Pfarrstelle übernahm Wölfle in Baindlkirch bei Friedberg, von wo er im Jahr 1994 nach Benningen und Memmingerberg wechselte. Im Laufe der Jahre kamen noch Lachen, Holzgünz und Ungerhausen dazu. Vor einem Jahr zog der Ruhestandsgeistliche in seiner Heimatgemeinde Dietmannsried ins „betreute Wohnen“ des Seniorenzentrums und steht seither bei Bedarf als Aushilfspfarrer zur Verfügung – soweit es seine Gesundheit zulässt. 

pdke

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