ZAK-Fernwärmenetz wird ausgebaut

Landrat Gebhard Kaiser (v.l.), BSG-Geschäftsführer Mario Dalla Torre, BSG-Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Schiek, ZAK-Geschäftsführer Karl-Heinz Lumer und OB Dr. Ulrich Netzer freuen sich, dass die BSG-Wohnungen künftig mit Fernwärme versorgt werden. Foto: Läufle

Das Fernwärmenetz des ZAK wird heuer weiter ausgebaut. Im Heizwerk der BSG Allgäu in St. Mang gaben BSG-Geschäftsführer Mario Dalla Torre und ZAK-Chef Karl-Heinz Lumer jetzt bekannt, dass das Heizwerk an das Fernwärmenetz angeschlossen werden soll und damit die BSG-Gebäude künftig umweltfreundlich beheizt. Den Vertrag für die Fernwärmeversorgung unterzeichneten Dalla Torre und Lumer ebenfalls am Freitag.

Derzeit versorge das Heizwerk in der Römerstraße 1000 eigene bzw. von der BSG verwaltete Wohnungen, erläuterte Dalla Torre. Das sind etwa 20 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in St.-Mang. „Künftig wird dieses – im Jahre 1965 erbaute – Heizwerk der ZAK Energie GmbH als Heizzentrale dienen“, so der BSG-Chef weiter. Ab dem Winter 2011/2012 werden die BSG-Wohnungen mit einer Heizfläche von rund 65 000 Quadratmetern über die Fernwärme, statt wie bisher mit Gas bzw. Öl beheizt, frohlockte Dalla Torre. Die neue Fernwärmetrasse des ZAK führt ausgehend von der Kotternerstraße über die Illerbrücke in Richtung Engelhaldepark/Leonhardstraße nach St. Mang, bis zur Heizzentrale der BSG und soll bis Ende Sep- tember in Betrieb genommen werden. Rund 3,8 Millionen Euro investiert der ZAK damit für den Ausbau des Fernwärmenetzes im Jahr 2011. Nach der Erweiterung um 3,5 Kilometer hat das Netz eine Länge von rund 40 Kilometer. Im Endausbau werden etwa 230 Kunden mit jährlich 150 000 Megawattstunden Fernwärme (das entspricht 16,5 Millionen Liter Heizöl) versorgt. „Die Wärme wird zu 93 Prozent aus Abwärme des Müllheizkraftwerks in Kempten gewonnen“, betone ZAK- Geschäftsführer Karl-Heinz Lumer. Nur sieben Prozent der gesamten Wärmemenge werden somit in der Spitzenlastzentrale in der Kotternerstraße mit Heizöl erzeugt. Insgesamt werden durch die umweltgerechte Energieerzeugung des ZAK laut Lumer umgerechnet rund 31 500 Haushalte pro Jahr mit Wärme und Strom versorgt werden. Das führt zu einer Einsparung von etwa zehn Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Stadt Kempten. Die Kooperation mit der BSG unterstütze die weiteren Investitionen des ZAK für den Ausbau des Fernwärmenetzes, so Lumer. Ferner unterstütze es das Klimaschutzziel der Stadt Kempten. Mehr Kosten für die Mitglieder der BSG verursacht der Anschluss an das Fernwärmenetz übrigens nicht, wie BSG-Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Schiek betonte.

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