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Zehn Künstler der offenen Behindertenarbeit stellen ihre Werke vor

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Von: Tizian Pöhlmann

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„Erinnern heißt MENSCH SEIN“: Die Künstlerin Teresa Frisch und ihr Werk. Sie stellt mit neun weiteren Künstlern im Rahmen der Offenen Behinderten Arbeit im Kempten-Museum aus. 2022
„Erinnern heißt MENSCH SEIN“: Die Künstlerin Teresa Frisch und ihr Werk. Sie stellt mit neun weiteren Künstlern im Rahmen der Offenen Behinderten Arbeit im Kempten-Museum aus. © Pöhlmann

Kempten - Das Kempten-Museum ist barrierefrei. Das ist ideal für die Ausstellung der zehn Künstlerinnen und Künstler der offenen Behindertenarbeit (OBA). An zwei Sommertagen entstanden Kunstwerke im Rahmen eines Workshops mit dem Künstler Till Schilling.

„Das ist im zweiten Stock“, heißt es im Erdgeschoss des Kempten-Museums im Zumsteinhaus. Wenn man diesem Informationsgewinn Nutzen möchte, dann steigt man die Holztreppe hinauf oder man gelangt über den Nebeneingang in den Aufzug. Das Kempten-Museum ist barrierefrei. Das ist ideal für die Ausstellung der zehn Künstlerinnen und Künstler der offenen Behindertenarbeit (OBA). An zwei Sommertagen entstanden Kunstwerke im Rahmen eines Workshops mit dem Künstler Till Schilling.

Bilder, die sich erinnern

Er verstand sich eher „als Helfer, der so wenig hilft wie möglich“, sagt Schilling. Als Materialien wurden Weidenruten, Holzscheiben, Stoffbahnen und viel Farbe benutzt. Daraus entstanden bunte Skulpturen und Bilder, die sich spiegeln. Bilder, die das Original in sich tragen, aber doch wieder anders sind – Bilder, die sich erinnern und sich somit in das Thema der KunstNachtKempten einfügen.

Das Kempten-Museum ist auch KunstNachtOrt der 6. KunstNacht am Samstag, 24. September, von 19 bis 24 Uhr. An dem Abend werden die OBA-Künstlerinnen und -Künstler sowie Till Schilling in der Sonderausstellung anwesend sein und ihre Werke und Gedanken dazu den Gästen vorstellen.

Besonders inspiriert habe ihn auch die Unbefangenheit, mit der die Künstler an die Werke herangingen, sagt Schilling. Und das kann man sich gut vorstellen, wenn man Teresa Frisch trifft. In einem lila betonten Outfit kommt die 34-Jährige zum Interview. Sie hat eine Krone gemacht, gesägt, gestaltet, und zwar „nur so“. Frisch verweigert, wie man es von einer Künstlerin erwarten kann, eine eigene Interpretation ihres Werks zu liefern. Sie ist nicht nur als Künstlerin ein alter Hase, sondern habe auch als Skifahrerin für das Alpinfahren eine Goldmedaille gewonnen, verkündet Frisch.

Erinnern heißt Mensch sein - zu sehen bei der KunstNachtKempten im Kempten-Museum

Unbefangen und frei, mit viel Farbe und viel Stolz, so kann man sich, nach dem Gespräch mit Schilling, den Produktionsprozess im Workshop vorstellen. Möglicherweise färbt diese Grundstimmung beim Betrachten der Werke auf die Besucher ab.

Bis Montag, 3. Oktober, (von 10 Uhr bis 18 Uhr) haben Besucher die Möglichkeit, die Kunstwerke im Rahmen der gleichnamigen Sonderausstellung „Erinnern heißt MENSCH SEIN“ im zweiten Stock des Kempten-Museum zu sehen.

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