Im Zeichen des Umzugs

Am vergangenen Dienstag fand die Jahreshauptversammlung des Stadtjugendrings Kempten (SJR) erstmals in den neuen Räumen des SJR in der Bäckerstraße 9 statt. Der Umzug im vergangenen Jahr aus der Kronenstraße in das von Grund auf sanierte, historische Haus in der Altstadt war für alle Jugendgruppen eine Verbesserung und bestimmte das gesamte Jahr über die Arbeit des SJR, wie Vorsitzende Regina Liebhaber deutlich machte.

Liebhaber wies auf die große Nachfrage nach dem Jugendzeltplatz im Stadtteil Rothkreuz in seiner zehnten Saison hin. 17 verschiedene Gruppen zelteten auf dem Gelände bei der ehemaligen Rottachmühle, allerdings erreichte die Belegungsquote trotzdem nicht die Spitzenwerte der Jahre 2004 bis 2007. Hinsichtlich der Maßnahmen im Stadtteil Thingers hat der SJR in Verhandlungen mit der Stadt einen fachlich angepassten Fortbeschreibungsvorschlag entwickelt, der am 28. Juni im Jugendhilfeausschuss beschlossen werden soll. Die Kernpunkte der Fortschreibung sind der Erhalt der Grundschul-Sozialarbeit an der Nordschule sowie in Trägerschaft der SJR die Vernetzung des Jugendzentrums Thingers mit Schulen, die Einführung der mobilen Jugendarbeit im Stadtteil und die Erweiterung der Öffnungszeiten des Jugendzentrums. Des weiteren berichtete der Vorstand über die Aktionswoche Alkohol, die der 2004 gestarteten Kampagne „Leben statt schweben“ entsprang. Diese Kampagne zielt auf den selbst bestimmten Umgang von Jugendlichen mit Alkohol und Drogen. An der Aktionswoche beteiligten sich unter anderem der SJR, das Stadtjugendamt, der Fachdienst für Suchtfragen und Prävention und die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle der Caritas. Weitere Berichte des Vorstandes befassten sich mit dem vergangenen Aktiv-Sommer, der Schulsozialarbeit und Angebote an der Nordschule. Zwei Entscheidungen musste die Versammlung außerdem treffen: Zum einen beschlossen die Anwesenden, die Schülerorganisation Kempten-Oberallgäu SchOK aus dem Bayerischen Jugendring auszuschließen, da es begründete Zweifel an der Existenz dieser Organisation gibt. Dem Antrag auf die Implementierung eines Kinder- und Jugendhilfefonds beim Stadtjugendring Kempten wurde zum anderen stattgegeben. Beim neuen Jahresthema „Armut hat ein junges Gesicht“ (der KREISBOTE berichtete) geht es vor allem darum, dass Kinder und Jugendliche eine faire Chance brauchen – regional, national, international, verdeutlichte Vorsitzende Liebhaber. Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen steige seit einiger Zeit wieder, weshalb der SJR es als notwendig sieht, aktiv zu werden. Um die Lösung des Problems anzugehen und die Umsetzung zu besprechen, fanden sich die Delegierten in insgesamt drei Arbeitsgruppen zusammen.

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