Brücke frei!

Zeppelinbrücke ist fertig: Verkehr zwischen Heising und Nordspange fließt wieder

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Gaben gemeinsam den Weg frei (v.l.): Sebastian Kunkel, Bauleiter Brückenbau bei der Autobahndirektion Südbayern; Sonja Siegl vom Kemptener Amt für Tiefbau und Verkehr; Baureferent Tim Koemstedt; der Leiter der Kemptener Dienststelle der Autobahndirektion Südbayern, Tobias Ehrmann; OB Thomas Kiechle; Bauleiter bei Hubert Schmid Tobias Wörishofer; Bernhard Möhrle, Sachgebietsleiter Brückenbau bei der Autobahndirektion und Hubert Schmid von der gleichnamigen Firma, die den Bau ausgeführt hat.

Kempten – Nicht nur unter der Zeppelinbrücke, sondern auch darüber rollen jetzt wieder die Fahrzeuge.

Die Autobahndirektion Südbayern und die Stadt Kempten haben die Brücke im Kemptener Nord-Osten bei den Allgäuer Werkstätten gemeinsam erneuert und jetzt wieder eröffnet. Jetzt ist sie mit einer Durchfahrtshöhe von 4,7 Meter nicht nur höher, sondern hat auch eine größere Durchfahrtsbreite sowie größere Traglast für den Schwerlastverkehr. „Das Industriegebiet hat sich massiv entwickelt, die alte Brücke konnte dem Verkehr nicht mehr gerecht werden“, sagte Oberbürgermeister Thomas Kiechle, als er sich mit Vertretern der Bauverwaltung, der Autobahndirektion Südbayern und der ausführenden Baufirma traf, um die Brücke zu eröffnen. An der Südseite ist ein Gehund Radweg dazugekommen. Auch für Fußgänger und Radler war es bisher immer eng zugegangen. 2011 hatte sich ein tödlicher Unfall mit einer Radlerin ereignet. 

Von Mai bis letzten Dienstag war die Zeppelinbrücke erneuert worden. Somit fiel die Bauzeit mit dem vierspurigen Ausbau an der Kreuzung Kaufbeurer und Heisinger Straße zusammen, die sich ganz in der Nähe befindet. „Zu Stoßzeiten hat dies zu gewaltigen Belastungen geführt“, so Kiechle. Er dankte allen Autofahrern für die Geduld, schob aber sogleich hinterher, dass erst ein kompletter vierspuriger Ausbau der Kaufbeurer Straße definitive Besserungen für den Verkehr bringen werde. Dafür sei der Bund verantwortlich, erklärte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. Auch bei der Zeppelinbrücke hat sich die Hochpreisphase im Bau bemerkbar gemacht. 2,6 Millionen Euro kostete das Bauwerk insgesamt. 

Der 30-prozentige städtische Kostenanteil, der zunächst bei rund 600.000 Euro veranschlagt war, betrug letztendlich 800.000 Euro. Davon hat der Freistaat der Stadt über das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz 60 Prozent gesponsert. Das im Haushalt eingestellte Geld reichte wegen der Teuerung nicht mehr für die ursprünglich ebenfalls angedachte neue Straßenoberfläche links und rechts der Brücke. „Das kommt nun in ein paar Jahren“, sagte Wiedemann. 

Susanne Lüderitz

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