Zirkus in Lockdown-Not

Die Sippschaft Allgäu hilft mit einer Spende und Karotten

Von Spende zu Spende muss sich der Circus Mulan während des Lockdowns hangeln.
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Von Spende zu Spende muss sich der Circus Mulan während des Lockdowns hangeln.

Durach – Schon seit mehreren Wochen ist der Circus Mulan in Durach gestrandet. Durch die Corona-Pandemie gehen die Lebensnotwendigen Ressourcen aus. Zusammen mit der Sippschaft Allgäu war Amanda Roelofsen dort, um sich ein Bild von der Situation zu machen

Die Zirkus-Familie hat sich riesig über den Besuch von Amanda Roelofsen und die Mitbringsel gefreut: eine kleine Geldspende in Höhe von 350 Euro und ein paar Säcke Karotten für die Tiere – denn von denen braucht der Zirkus reichlich. Drei große Säcke fressen alleine die Kamele, dazu noch 60 Kilogramm Kraftfutter und raue Mengen Heu – und das täglich. Die Überbringer sagen auf diesem Wege „danke an alle, die hier mitgemacht haben“. 

Die Tiere stehen beim Circus Mulan an erster Stelle, sie haben große, weiche Strohboxen, täglichen Ausgang und die Kamele leben in einem Offenstall. In einem Gespräch erzählen die Zirkusleute, dass sie nachts teilweise ohne Heizung schlafe, weil der Diesel knapp werde. 200 Liter brauche es für einen Monat Wärme. Für unsereins Selbstverständlich, aber die Familie muss dafür Spendenaufrufe machen oder von Tür zu Tür gehen. Momentan sind noch Rechnungen von mehreren tausend Euro offen, z. B. für Tierversicherungen, Futter, Einstreu und den eigenen Lebensunterhalt. Wie lange der Lockdown noch anhält, weiß niemand, und somit steht in den Sternen, wann der Zirkus die nächsten Aufführungen machen darf. Bis dahin bleiben die Ressourcen knapp. Momentan fehlt es vor allem an Stroh für die Tiere, Diesel zum Heizen und Geld zum Begleichen der Rechnungen. Wer dem Zirkus und der Artisten-Familie helfen möchte, ist herzlichst dazu eingeladen. Sie ist über jede Unterstützung dankbar, ob Geld, Strohballen oder Diesel. Entweder über die Homepage „Circus Mulan“ oder einfach direkt vorbeikommen. Von Sankt Mang aus in Richtung Durach im Kreisverkehr rechts, und dort nicht zu übersehen auf der linken Seite. Auch die Tiere freuen sich über Besucher, leckere Karotten und Streicheleinheiten.

Amanda Roelofsen 

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