Jahreshauptversammlung der "Lachenden Kuh"

Die Entscheidung ist gefallen

Isny – Mit großer Mehrheit haben sich die Mitglieder der Narrenzunft „Lachende Kuh“ jetzt auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung für den Neubau ihrer Zunftstube in Holz-Ständerbauweise entschieden.

Auf der Tagesordnung standen zudem Zunftratswahlen und der Jahresrückblick von Zunftmeister Frank Müller. 

Einen vollen Terminkalender hatte die Narrenzunft im vergangenen Jahr und in der vergangenen Fasnet-Saison zu bewältigen. 17 Zunftrats-Sitz-ungen, Baubesprechungen und finanzielle Klärungen waren zu absolvieren. Gleich zum Auftakt der Fasnet-Saison am 11.11. stand mit dem Hexenzauber im Hof der Brauerei Stolz ein größeres Ereignis an. Die zahlreichen Umzüge gingen durchweg unfallfrei vonstatten. Die Buskosten haben der Narrenzunft aber schwer zu schaffen gemacht. Daher hat der Zunftrat beschlossen, für die kommende Saison die Buspreise zu erhöhen und die Kosten nach rund 20 Jahren etwas besser zu verteilen. 

Die allgemeinen Kostensteigerungen beim Busunternehmen Schüle sind nur so in etwa aufzufangen. Wer also im kommenden Jahr an den Umzügen wieder aktiv teilnehmen will, muss ein wenig tiefer in Tasche greifen. Für die vergangenen 15 Umzüge waren rund 10 000 Euro Buskosten angefallen. Für die Aktiven werden allerdings nur die Fahrkosten teurer, der Mitgliedbeitrag bleibt gleich. 

Ein großes Lob und herzlichen Dank sprach Müller auch der Stadt aus. Beim Ehrengastempfang und auch beim Rathaussturm am „Gumpigen Donnerstag“ hatte die Stadt großzügig die Bewirtungskosten übernommen und den großen Sitzungssaal zu Verfügung gestellt. „Überhaupt“, so Frank Müller, „ist das unbürokratische Miteinander bei Planung und Durchführung der Veranstaltungen immer wieder hervor zu heben.“ Johannes Stolz trug im Anschluss den Kassenbericht vor. Trotz eines Spendenaufrufs an die Isnyer Firmen mit einer Rückmeldung in Höhe von 4028,50 Euro unter Einbeziehung der Sachspenden war ein Defizit von 5000 Euro zu verkraften. Nach Anhörung der Kassenprüfer wurden Vorstand, Kassierer und Zunftmeister jeweils einstimmig entlastet. 

Dann kam das nächste brisante Thema zur Sprache: Der Zunftstuben-Neubau kommt in die letzte Planungsphase und jetzt hat man sich für ein Gebäude in Holz-Ständerbauweise entschlossen. Das Grundstück wurde immerhin schon 2009 erworben und die lange Verzögerung des Baubeginns liegt vor allem an der Unsicherheit im Finanzbereich. Jetzt scheint aber die richtige Lösung gefunden zu sein und erste Anfragen bei entsprechenden Baufirmen pendeln sich bei rund 120 000 Euro ein. Die Finanzierung scheint ebenfalls gesichert. Ein Darlehen von 60 000 Euro mit einer Darlehenstilgung von 365 Euro monatlich ist immer noch preiswerter als das Anmieten eines ausreichend großen Objektes. Bei 52 Ja-Stimmen, fünf Nein-Stimmen und zwei ungültigen Stimmzetteln votierten die anwesenden Mitglieder für diese Lösung. Manfred Schubert

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren

Kommentare