Zurück auf dem "Fillebänkle"

Peter Rist genießt es in seiner Heimat barfüßig in der Wiese Alphorn spielen zu können. Foto: Schubert

Wissen Sie was ein Fillebänkle ist? Die „Fille“ ist der Platz vor dem Allgäuer Bauernhaus mit der kleinen Bank, auf der man sich nach einem anstrengenden Arbeitstag ein wenig ausruht und den Feierabend genießt. „Allgäuer Fillebänkle“ ist aber auch der Name einer kleinen Wirtschaft oberhalb vom Feriendorf Maierhöfen, in dem Peter Rist seine Jugend verbracht hat. Damals hieß es allerdings noch „Paulis Bierbar“ und dort ist Peter Rist zusammen mit sechs Geschwistern aufgewachsen. Auch heute noch bezeichnet er es als seine Heimat.

Nach seiner Tätigkeit als Kämmerer der Stadt Isny hatte er den Sprung nach Reutlingen gewagt und ist dort noch bis 2013 als Finanzbürgermeister tätig. Jetzt strebt er allerdings eine Karriere als Sänger an (der KREISBOTE berichtete). Im Rück- und Ausblick kommt er zum Schluss, dass er „immer ein guter Stadtkämmerer war und auch ein guter Finanzbürgermeister in Reutlingen“, aber sein Herz hängt anderen Dingen nach. Sein Wunsch ist es „bei den Leuten zu sein und anderen Freude zu bereiten.“ Das sieht er in seinem Sprung in die Musikwelt als wichtigsten Aspekt. Schon seine erste CD „Willkommen im Leben“ hat entsprechenden Anklang gefunden und bei seinen Konzerten in der Region wird er außerdem dabei seine neueste Komposition, „Bald bin ich Dir ganz nah“ als Liebeserklärung an das Allgäu vorstellen. Text und Musik sind von ihm verfasst und arrangiert hat es sein neuer Produzent, Herrmann Weindorf, der als Isnyer und Wahlmünchner auch nicht gerade ein Unbekannter ist. Peter Rist freut sich auf seine Konzerte am kommenden Freitag, 11. Mai, im Ibergzentrum in Maierhöfen und am Samstag, 12. Mai, im Schäffler Saal in Missen. Mit von der Partie sind die Harmoniumvirtuosin Andrea Lerpscher aus Missen und das Bodensee-Quintett. Viele Auftritte Im Februar war Rist bei der Talkshow von Anne Will eingeladen und seither ist er auch als Botschafter der Deutschen Schlaganfallhilfe unterwegs. Der Kreis seiner Auftritte wird immer größer und noch in diesem Jahr wird er auch in den „neuen Bundesländern“ singen. Das alles ist für ihn die Erfüllung eines Traums, der immer wieder auch ins Allgäu hinein spielt. Hier ist er zuhause, hier sind seine Wurzeln und hier ist seine Familie. Wenn man ihn am „Fillebänkle“ antrifft, ist der Finanzbürgermeister in ihm allerdings nur schwer zu erkennen. Barfuß läuft er durch die Frühlingswiese, bringt sein Alphorn in die richtige Position und spielt darauf los. Manchmal braucht es eben etwas länger bis man auf dem richtigen Weg ist. Mit seinen 42 Jahren stehen ihm jedoch noch alle Türen offen.

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