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Deutlicher Unterschied: Die Isyner Stadtmauer vor...

Damit die historische Stadtmauer in Isny nicht nach und nach zerbröckelt, wird die Restaurierung auch in diesem Jahr fortgesetzt. Gemäß eines Gemeinderat-Beschlusses stehen für den Erhalt des Ensembles jedes Jahr Gelder zur Verfügung.

Nicht alles was rustikal aussieht, ist auch original. Ähnlich ist es auch bei den Burgen und Schlössern des Mittelalters die, als sie neu gebaut waren, häufig anders aussahen als jetzt nach Jahrhunderten. So ist es auch mit der Isnyer Stadtmauer. Deutlich waren die eingemauerten Feldsteine hervor getreten, vermittelten den Ein- druck von Härte und Wehrhaftigkeit. In den vergangenen Jahren brachen jedoch immer wieder Steine aus ihren Lagern im Gefüge, weshalb mit der Restaurierung begonnen wurde. Der Gemeinderat hatte die Gelder dafür freigegeben und nachdem Dr. Helmut Reichwald als leitender Konservator die Mauer gründlich analysiert hat, präsentierte er ein etwas überraschendes Ergebnis. Die Stadtmauer war ursprünglich hell und gleichmäßig verputzt. Der historische Kalkputz ist an geschützten Stellen nachzuweisen. Aufgabe des Restaurators ist es nun, behutsam die alten Putze zu sichern, Zementputz voriger Sanierungen zu entfernen und unter Verwendung eines dem Original entsprechenden Kalkputzes die Stadtmauer wieder ansehbar herzurichten. Wenn nun also Steine wieder unter einer Putzschicht verschwinden, muss nicht gleich Pfusch am Bau vermutet werden. Das ist Absicht, auch wenn auf den ersten Blick die andere Struktur der Stadtmauer ansprechender wirkt. Im unteren Teil des Sockels bleibt allerdings ein Teil frei, denn damit wird verhindert, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk einzieht. Die Arbeiten werden vom städtischen Bauamt begleitet und die anstehenden Schritte abgesprochen.

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