Zurück zu den Wurzeln

Um einige historische Schätze reicher sind die Prunkräume der Residenz geworden. Vergangene Woche kehrten die von Paul Huber an die Stadt Kempten übereigneten 900 Bücher aus der alle Wissensbereiche umfassenden Arbeitsbibliothek der Kemptener Fürstäbte (der KREISBOTE berichtete) zurück in die Residenz.

Als Dauerleihgabe der Stadt an den für die Residenz zuständigen Freistaat werden sie nun nach rund 170 Jahren im Besitz der Familie Huber künftig eine wichtige Station bei den Führungen durch den Heimatverein sein. „Die Öffentlichkeit erhält zunehmend eine Vorstellung von der einstigen Pracht und Schönheit“ der im Zuge der Säkularisation entleerten Prunkräume, bedankte sich Staatssekretär Franz Josef Pschierer bei einer kleinen Feier bei den Stiftern für die „bemerkenswerte Sammlung“. Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) freute sich, dass die Dinge nach dem „Kahlschlag“ im Jahr 1803 „jetzt langsam wieder zurück kommen“. Es werde sicher sehr spannend, die Bücher zu erforschen und damit den Alltag im Fürststift „transparent und klar werden zu lassen“. Präsentiert werden sie in zwei Sammlungsschränken der alten Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München sowie Vitrinen. Bücher und Schränke stünden, so Pschierer, „im größeren Zusammenhang der Bemühungen der Bayerischen Schlösserverwaltung, der Residenz ihre ursprüngliche Bedeutung zurückzugeben“. So konnte er noch weiteren Zuwachs für die fürstäbtlichen Appartements präsentieren. Unter anderem ein riesiger kupferner Globus mit präzisen Landschaftsgravuren ziert fortan die Hofkanzlei der Residenz.

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