Zweckverband Erholungsgebiete blickt zurück und voraus

"Wir transformieren den Biotoptyp"

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Am Radweg zwischen Kempten und Weitnau wurde im vergangenen Jahr der Deckenbelag erneuert. Dieses Jahr muss nochmals nachgebessert werden.

Kempten – Dem Zweckverband Erholungsgebiete Kempten und Oberallgäu gehören 18 Oberallgäuer Gemeinden, die Städte Sonthofen und Kempten und der Landkreis Oberallgäu an. Aufgabe des 1968 gegründeten Verbands ist es die Naherholungsgebiete im Verbandsgebiet zu bewahren und zu pflegen. Der Vorsitzende des Zweckverbands, Landrat Anton Klotz, begrüßte zur Verbandsversammlung im Kemptener Rathaus die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden.

Mit einer Bilanz der Maßnahmen im vergangenen Jahr eröffnete der Geschäftsstellenleiter des Zweckverbands, Stefan Pscherer, seinen Bericht. Der Grunderwerb am Eschacher Weiher und die Sanierung des Radwegs zwischen Kempten und Weitnau waren zentrale Projekte im Jahr 2015. Pscherer erinnerte an die Beschwerden aus der Bevölkerung, als vor drei Jahren die Arbeiten am Radweg begannen und Bäume und Büsche entfernt wurden. „Inzwischen haben sich die Flächen in schöne Blumenwiesen verwandelt“, freute sich Pscherer. Nachgebessert werden müsse der Deckenbelag des Radwegs, da dieser bei ungünstigen Witterungsbedingungen erstellt wurde.

Für die notwendige Sanierung der Dammanlage des Dietmannsrieder Sachsenrieder Weihers wurden 2015 Voruntersuchungen und Planungen eingeleitet. Als gute Nachricht konnte Pscherer die Sorgen um die Standsicherheit des Damms zerstreuen. Gleichzeitig gab er aber auch zu Bedenken, dass die Entfernung von Bäumen und Sträuchern zwischen Straße und Weiher in der Bevölkerung höchst wahrscheinlich für Kritik sorgen werde. „Wir sollten das so sehen: Wir transformieren den Biotoptyp“, umschrieb Pscherer die Entnahme der Gehölze. Dort wo heute noch Bäume und Sträucher stehen, wird sich wieder Lebensraum für Blumen und Tiere entwickeln. Auf Nachfrage von Ingrid Fischer welchen Umfang die erforderliche Gehölzentnahme haben wird erläuterte Bürgermeister Werner Endres aus Dietmannsried dass der Damm 150 Meter lang, der Streifen zwischen der Straße und dem Weiher aber nur wenige Meter breit sei.

In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden wird dieses Jahr im Bereich Fischen ein neuer Fußweg an der Iller angelegt, am Rottachspeicher wird der barrierefreie Zugang vom Parkplatz zum See realisiert und bei Kimratshofen wird der Fußweg zum Tobel befestigt. Mit einem Dank an die Mitarbeiter der Bauhöfe der Oberallgäuer Gemeinden beschlossen Geschäftsstellenleiter Pscherer und Landrat Klotz die Frühjahrsversammlung des Zweckverbandes.

Michael Schropp

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