Ehre wem Ehre gebührt

Zwei Auszeichnungen für selbstlosen Einsatz

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(v.l.): Für 40 Jahre ehrenamtliches Engagement beim THW erhielt Reinhold Markmiller das Ehrenzeichen am Bande des Freistaates Bayern und Bianca Teubert erhielt eine Urkunde des Regierungspräsidenten, die beide in feierlichem Rahmen durch OB Thomas Kiechle überreicht wurden.

Kempten - Zu einem „besonderen, erfreulichen Anlass“ konnte OB Thomas Kiechle kurz vor Weihnachten zahlreiche Gäste in der Schrannenhalle des Rathauses begrüßen. Geehrt wurden zwei Menschen für ihr herausragendes Engagement.

 Für ihr „vorbildliches Verhalten“ überreichte Kiechle eine Urkunde des Regierungspräsidenten an Bianca Teubert. Die Mitarbeiterin im häuslichen Pflegedienst der Johanniter war dank sekundenschneller Entscheidung zur Lebensretterin gewordenen. Beim Betreten der Wohnung einer Seniorin hatte sie starke Rauchentwicklung bemerkt, Feuerwehr sowie Pflegedienstleiter umgehend informiert und so die hilflose Frau aus der Wohnung bringen können. „Sie sind für die Seniorin die Lebensretterin in höchster Not gewesen, denn Sie sind rechtzeitig gekommen, um Schlimmeres zu verhindern!“, zollte Kiechle seinen Respekt. Teubert, die dabei eine Rauchvergiftung erlitten hatte, war sich dennoch sicher, dass sie „alles wieder genauso machen würde“.

Froh darüber, dass es Menschen wie die beiden hier Geehrten gebe, „die sich in den Dienst an der Allgemeinheit und für die Mitmenschen stellen“, ohne nach dem Lohn zu fragen und so Vorbild für alle MitbürgerInnen seien, freute sich OB Thomas Kiechle auch über die zweite Auszeichnung, diesmal von Staatsminister Joachim Herrmann im Namen des Freistaates Bayern.

Reinhold Markmiller aus Dietmannsried erhielt das Ehrenzeichen am Bande für 40 Jahre Dienstzeit beim Technischen Hilfswerk (THW) Landesverband Bayern und sein dort „verdienstvolles jahrzehntelanges Wirken im Katastrophenschutz“. Bereits als 18-Jähriger war er 1978 dem THW beigetreten, wo er unter anderem im Bergungszug der Ortsgruppe Kempten aktiv gewesen ist; nach einem Lehrgang „Truppführer Gas-Wasser“ im Instandsetzungszug Kempten auch bei vielen Übungen und Wettkämpfen auf bayerischer Ebene erfolgreich teilgenommen habe und, wieder „zurück zu den Wurzeln“, als Zugtruppführer beim Bergungstrupp Verantwortung übernommen habe. Seit 2008 im Status des Reservehelfers, engagiere sich Markmiller weiterhin im Förderverein THW Kempten.

„Über all die Jahre hinweg haben Sie sich den Respekt und die Anerkennung für Ihre kameradschaftliche Art, auch unter Belastung, erarbeitet“, so das Lob des OB, verbunden mit der Hoffnung, „dass Sie noch lange Jahre Ihre großen Erfahrungen weiter in den Dienst des THW stellen“. Die 40 Jahre fasste Markmiller kurz und prägnant zusammen: „Es hat immer Spaß gemacht, es ist eine super Kameradschaft und ich möchte keinen Tag missen.“

Christine Tröger

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