Zwei Brüder starten durch

Der Wetterbericht lässt Sylvester und Rudolf Greiter derzeit innerlich jubeln. Kaum verwunderlich, denn die beiden Brüder haben Großes vor und stehen unter Zeitdruck: Bis Frühjahr wollen sie ihren Holzhandel an der Ulmer Straße komplett abreisen und nebenan neu aufbauen. Parallel zu den Arbeiten bei Holz-Greiter wird auch auf dem Nachbar-Gelände gebaggert. Dort wird ein neuer Praktiker-Markt errichtet (der KREISBOTE berichtete mehrfach). Und Praktiker kann nur rechtzeitig im Herbst Eröffnung 2010 feiern, wenn die Greiters rechtzeitig umgezogen sind.

Bereits Ende vergangener Woche rollten die ersten Bagger auf der im Bebauungsplan festgelegten „Sonderbaufläche“ Ulmer Straße an. Der Startschuss für die Arbeiten fiel gleichzeitig an drei verschiedenen Stellen: In der südlichen und westlichen Ecke des Greiter-Areals sowie am südlichen Ende des künftigen Praktiker-Grundstücks. Auf diese Weise sollen in den kommenden Wochen sämtliche Hallen und Gebäude von Holz-Greiter mit einer Gesamtfläche von 5500 Quadratmetern vom Erdboden verschwinden. Parallel dazu müssen das neue Büro und Ausstellungsgebäude und eine neue Lagerhalle errichtet werden, da der laufende Betrieb möglichst ohne größere Einschränkungen weiter gehen soll. „Wir hoffen, dass es zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen kommt“, erklärte Rudolf Greiter dem KREISBOTE bei der Vorstellung der Pläne. Um das zu gewährleisten, wird quasi in Etappen gearbeitet. Zunächst soll direkt an der Ulmer Straße auf einer Grundfläche von 1200 Quadratmetern ein Gebäude für Fachmarkt und Ausstellung (Türen, Parkett, Bauelemente) gebaut werden. Zusätzlich werden im Obergeschoss noch 600 Quadratmeter Bürofläche erstellt. Vorrang haben dabei Büros und Fachmarkt, während die Ausstellung erst später fertig wird. "Beste Verhältnisse" Unmittelbar nebenan wird eine 135 Meter lange und 12 Meter hohe Halle mit einer Lagerfläche von 4290 Quadratmetern gebaut. Dort sollen Holz, Platten, Werkstoffe, Parkett und Bauelemente in Stahlregalen bis auf eine Höhe von acht Meter eingelagert werden. „Wir haben dort alles unter einem Dach und beste Arbeitsverhältnisse“, freut sich Rudolf Greiter. „Von der Gesamtfläche her ist die Halle zwar etwas kleiner“, ergänzt Bruder Sylvester, „aber durch die Hochregallagerung gewinnen wir an Lagerfläche.“ Gearbeitet werden soll auch an der Erschließungsstraße, die wegen des abfallenden Geländes zum Teil aufgeschüttet werden muss. Künftig werden die Lkw die Firma über eine Art Ringstraße rund um die große Halle geführt. Diese Straße soll später auch von Praktiker genutzt werden. Energiegewinnung Genau wie der Praktiker-Markt bekommen auch die neuen Greiter-Gebäude Photovoltaik-Anlagen aufs Dach. Die Energie wird dem benachbarten AÜW zugeführt. „Für unsere PV-Anlage haben wir einen optimalen Standort, da unsere Halle exakt nach Süden ausgerichtet ist und kein vor oder nebenstehendes Gebäude Schatten wirft,“ erläuterte Sylvester Greiter. Der Zeitplan sieht vor, dass Zug um Zug abgerissen und neu gebaut wird, damit bis kommenden Februar die neuen Gebäude in der Hauptsache bezugsfertig sind. Da die Ausstelung zum Schluss fertiggestellt wird, rechnen die beiden Brüder und ihre 32 Mitarbeiter mit der Neueröffnung im Mai. „Das ganze Gebiet am Ostbahnhof wird durch diese zwei Baumaßnahmen erheblich aufgewertet“, sind sich die Brüder einig. „Auf die Nachbarschaft mit Praktiker freuen wir uns – denn das Sortiment des Baumarkt-Riesen ergänzt sich perfekt mit unserem Angebot.“

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