Knappe Mehrheit stimmt für Gestaltung der Bergtorstraße

Gerade noch so

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Blick auf die Bergtorstraße vom Blaserturm aus.

Isny – Als die Bergtorstraße im Herbst fertig umgebaut wurde, war es bereits offenkundig: Die Gestaltung ist noch nicht abgeschlossen.

Jetzt aber ist offensichtlich, dass massiv etwas geschehen wird. Mobiliar und Pflanzkübel, Bänke und Fahrradständer, Abfallbehälter und Art der Bepflanzung sind auf ein einheitliches Bild ausgerichtet, auch wenn es manchen vielleicht schwerfällt, die recht moderne Gestaltung anzunehmen. Das soll aber nicht alles sein. Auch die Anwohner werden gebeten, sich an der Gestaltung zu beteiligen und bei der Bepflanzung nach Möglichkeit sich den Vorgaben der Stadt anzuschließen. Die Einwände fingen jedoch schon bei den Bänken an. 

Muss denn das verwendete Holz der Bänke wirklich aus den Tropen kommen? Sind beschichtete Gitterbänke nicht schneller trocken wenn es dann wieder einmal regnen sollte? Sollte tatsächlich auf der anderen Seite der Straße gegenüber der Außenbestuhlung der Bäckerei Mayer eine Bank aufgestellt werden, um mit Hilfe dieser die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Bergtorstraße zu „entschleunigen?“ 

Knappe Abstimmung 

Wichtig ist Bürgermeister Rainer Magenreuter und der Isnyer Stadtverwaltung aber vor allem, dass möglichst bald etwas in der Bergtorstraße geschieht. Die weiteren Einwände, dass auf diese Art und Weise für den Marktplatz eine Festlegung erfolge, bevor für die angrenzende Fläche überhaupt ein Konzept entwickelt wurde, hat Bürgermeister Magenreuter schnell entkräftet. „Die Anzahl der Bänke ist nicht besonders hoch und wenn wir dort zu einer anderen Gestaltung kommen, lassen die sich auch an einem anderen Platz aufstellen“, ist seine Linie. 

Die Abstimmung im Isnyer Stadtrat fiel schließlich dennoch denkbar knapp aus: Vier Gegenstimmen, vier Enthaltungen und acht Befürworter sind Zeugnis davon, dass die recht schlichten Behälter und Möbel nicht jeden Geschmack im Stadtrat treffen. Hier für Stimmung und Farbe zu sorgen, ist dann wohl jetzt Sache der Anwohner – offenbar getreu dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Manfred Schubert

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