Zwist im Hause Reischmann

Das Tischtuch zwisch Jürgen Nüssler, Noch-Betreiber des Dachgarten-Restaurants, und den Gebrüdern Reischmann ist endgültig zerschnitten: Am Montag blieb das Restaurant erneut geschlossen, nachdem Reischmann am Morgen zum zweiten Mal nach Februar den Strom abgedreht hatte. Gegenüber dem KREISBOTEN sprach Wolfgang Reischmann, einer der Geschäftsführer, von einer „misslichen Situation“. Wie es genau weitergeht, konnte selbst das Landgericht am Montag nicht klären – Nüssler jedenfalls wird gehen.

Wie berichtet, liegen Nüssler und die Reischmann-Geschäftsführung seit Monaten im Clinch. Streitpunkte sind vor allem nicht bezahlte Nebenkostenrechnungen Nüsslers in Höhe von etwa 100000 Euro und die Frage, wer mit wem einen Vertrag geschlossen hat und wie lange dieser gilt. Eine Einigung konnte bilang nicht erzielt werden. Das Landgericht hat am Montag zwar festgestellt, dass Reischmann einen Vertrag mit Nüsslers GmbH hat, nicht mit Nüssler selbst. Helfen tut das aber zunächst keiner von beiden Seiten. „Unsere Zielrichtung, Nüssler haftbar zu machen, ist nicht aufgegangen“, kommentierte Reischmann am Montag das Urteil. Nüssler sagte: „Somit dürfte die Kündigung unwirksam sein.“ Bevor Reischmann unter Umständen weitere rechtliche Schritte einleitet, will er aber zunächst die Urteilsbegründung abwarten. Fest steht für ihn jedoch, dass Nüssler das Restaurant räumen muss. „Wir hoffen, dass er bald räumt“, betonte er. Schließlich sei ein geschlossenes Restaurant auch nicht gut für sein Geschäft, erklärte Reischmann. Von daher sei ihm sehr daran gelegen, dass bald wieder Leben in das Lokal einkehrt. Mit möglichen Nachfolgern Nüsslers sei man „in losen Gesprächen“. „Wir möchten, dass es bald weitergeht“, betonte er. Nüssler will hingegen eine Frist bis zum 30. Juni, damit er seine Mitarbeiter zum 1. Juli an Reischmann oder seinen Nachfolger übergeben könne. „Ich möchte einen sauberen Schlussstrich ziehen und das beenden“, betonte er gegenüber dem KREISBOTEN. Dauere die Hängepartie zwischen ihm und der Reischmann-Führung weiter an, führe das schließlich auch zu einem Imageschaden für das Modehaus, gab er zu bedenken. Wolfgang Reischmann bleibt hingegen zunächst gelassen: „Er sortiert sich jetzt, wir sortieren uns – dann sehen wir weiter“, meinte er.

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