Bis zu 1000 Essen am Tag

Landrat Walter Eichner (links) freute sich auch im Namen von Stadtrat Martin Zeiser, mit der Metzerei Moser nun einen Qualitätsmetzer quasi in der Nachbarschaft zu haben. Geschäftsführer Michael Moser (Mitte) mit Ehefrau Jana sowie den Töchtern Anna, Katharina und Paulina lud den Landkreischef und die Gäste des Eröffnungsessens zum Buffet. Foto: Gazzola

Vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung in nur dreieinhalb Monaten: Die innovative Filiale „Penzinger Feld“ der Metzgerei Moser ist am Donnerstag offiziell in Betrieb gegangen. Mit dem Produktions- und Verkaufsstandort stelle sich das Unterneh­- men der Herausforderung der Zukunft, ohne den Blick für das traditionelle Handwerk zu verlieren, betonte Geschäftsführer Michael Moser vor den geladenen Gästen des Eröffnungsabends.

Das große InCenter am neuen Standort stets vor Augen, lege die Moser GmbH großen Wert auf den eigenständigen Weg. Statt mit einer Filiale unter das Dach eines Supermarktes oder einer Kaufhalle zu schlüpfen, setzt der Unternehmer aus der Lechstadt mit seinem neuen Betrieb auch auf ein noch junges Geschäftsfeld: die Schulverpflegung. Im Endausbau könne man vom Penzinger Feld aus täglich bis zu 1000 warme Essen liefern. Mit dem Landkreis Landsberg ist dafür bereits ein zukunftsträchtiger Partner gefunden. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres ist die Moser GmbH Pächterin der Mensa am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium und betreibt den Kiosk der Johann-Winklhofer-Realschule. Beides mit großem Erfolg: „Seit Moser kocht, ist die Anzahl der Essen in der Mensa schlagartig nach oben gegangen“, wusste Landrat Walter Eichner. Mut und Weitblick Der Landkreischef findet es „toll, wenn junge Leute den Mut und Weitblick haben, so einen Schritt in die Zukunft zu wagen.“ Das große Thema Ganztagsschule und Mittagsverpfle­- gung wird den Moser-Produktionsstandort weiter in höchstem Maße fordern – die Beruflichen Schulen Landsberg etwa sind nur einen Steinwurf entfernt. Ingo Lehmann war beim Eröffnungsabend gleich in mehrfacher Funktion zugegen – als Schwiegervater, als Opa und als Oberbürgermeister. Als Stadtoberhaupt betonte Lehmann, dass weder er noch „Onkel Nobbi“ (Bürgermeister Norbert Kreuzer, Anm. d. Red.) an dem Grundstücksgeschäft für den neuen Moser-Standort beteiligt gewesen sei. Vor allem in städtebaulicher Hinsicht „imposant“ sei der neue Betrieb am Penzinger Feld. Hinter einer voll verglasten Fassade zur Straße hin lockt Moser mit Metzgerei-Theke, frisch zubereiteten Tagesgerichten, Salaten, Getränken und einem Restaurantbereich. Heftige Baustelle Während der dreieinhalbmonatigen Bauzeit habe er sich aus dem Tagesgeschäft fast komplett verabschiedet, berichtete Michael Moser. Schließlich sei’s vor allem durch das enge Zeitfenster eine „heftige Baustelle“ gewesen. Dank der beteiligten Firmen und der „sensationellen Eigendynamik in der Belegschaft“ habe man den Eröffnungstermin überhaupt halten können. Dank auch dem Herrn: „Der liebe Gott hat uns erst den Teer einbringen lassen, dann schickte er die weiße Pracht“, so Architekt Rainer Wüstinger. Den kirchlichen Segen für die neue Moser-Produktionsstätte gab’s von den Stadtpfarrern Michael Zeitler und Reiner Hartmann.

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